Geduld in schwierigen Zeiten: Wadephul mahnt Entschlossenheit bei Iran-Verhandlungen an

Angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten, explodierender Energiepreise und zäher Gespräche mit dem Iran ruft CDU-Politiker Johann Wadephul dazu auf, nicht die Nerven zu verlieren – und stattdessen entschlossen, aber geduldig zu handeln.

heute 16:53 Uhr | 4 mal gelesen

„Wir müssen jetzt wirklich einen langen Atem beweisen“, betonte Wadephul im RTL-Nachtjournal Spezial bei seinem Besuch in Rabat, Marokko. Der derzeitige Zustand des Iran sei wirtschaftlich desaströs und militärisch angeschlagen: „Irgendwann, da bin ich sicher, bleibt Teheran nichts anderes übrig, als an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“ Europa, die USA und die Staaten des Persischen Golfs seien sich weitgehend einig, dass der Iran eingedämmt werden müsse. Weiter sagte er, der Iran dürfe „nicht länger seine Einflussnahme durch Unterstützungsgruppen wie Hisbollah, Huthi oder Hamas ausweiten und aus dem Schatten Unruhe stiften“. Die freie Passage durch die Straße von Hormus sei zudem essenziell. Solidarität innerhalb der Allianz und mit den Partnern weltweit sei nun gefragt. "Wenn wir Geschlossenheit demonstrieren, setzen wir uns am Ende durch." Was den Ukraine-Krieg betrifft, zeigte er sich trotz allem optimistisch: Russland mache keinen Boden gut, verliere Unmengen an Soldaten, weshalb neue Verhandlungen notwendig seien. Durch die Iran-Krise seien die US-Unterhändler jedoch derzeit schwer beschäftigt, so Wadephul, was die Europäer zwinge, eine stärkere Rolle einzunehmen. Er ist nach wie vor davon überzeugt, dass ein Kompromiss mit Russland möglich bleibt.

Johann Wadephul (CDU) mahnt angesichts der vertrackten Lage um Iran und der globalen Krisen zu Geduld und Zusammenhalt. Dabei betont er die Notwendigkeit gemeinsamer internationaler Positionen sowie den Druck auf Iran, der militärisch und wirtschaftlich angeschlagen sei. Die aktuell gebundenen Kapazitäten der USA im Iran-Konflikt könnten zu einer stärkeren Rolle Europas in den Verhandlungen mit Russland führen. Aktuelle Recherchen verdeutlichen, dass die Stimmung im Bundestag bezüglich Iran äußerst angespannt bleibt, insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffe im Nahen Osten und dem Risiko eines Flächenbrands (Quelle: taz.de). Laut Medienberichten sind die diplomatischen Kanäle zwischen Europa, den USA und den Golfstaaten weiterhin geöffnet, doch herrscht große Unsicherheit, wie lange die momentane Zurückhaltung des Iran gegenüber weiteren Eskalationen hält (Quelle: zeit.de). Zusätzlich spielt der Konflikt um die Straße von Hormus eine wachsende Rolle, da sie für den globalen Ölhandel essenziell ist – bei weiteren Zwischenfällen könnten die Energiepreise in Europa explodieren (Quelle: faz.net).

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