Es kommt selten vor, dass Plastikfiguren zur Hoffnung für ganze Generationen werden. Aber wenn die Stiftung Kinderförderung von Playmobil gemeinsam mit UNICEF anpackt, passiert genau das: In Nordmazedonien und Serbien startet eine Initiative, die Kindern aus schwierigen Verhältnissen früh den Zugang zu Bildung verschafft. Über drei Jahre – Start war im September 2025, Ende ist für den August 2028 anvisiert – fließen insgesamt mehr als 880.000 Euro sowie Playmobil-Spielwaren im Wert von rund einer Viertelmillion in das Programm. Das Ziel ist ziemlich klar, und dennoch komplex: Den jüngsten Mitgliedern der Gesellschaft durch Spiel und gezielte Förderung einen Weg in ein besseres Leben eröffnen.
Woran es in den betroffenen Regionen mangelt? Meist an allem: Spielmöglichkeiten, Elternwissen, ausgebildetem Personal. Gerade in den Roma-Gemeinschaften ist das Problem besonders drängend. Hier setzt das Projekt an, schult Erzieher, schickt Fachkräfte zu Hausbesuchen und unterstützt Eltern durch praktische Tipps – etwa via UNICEF’s App Bebbo. Diese kleine digitale Helferin soll, wenn man so will, Familien in ihrem Alltag begleiten und ihnen zeigen, wie wertvoll das gemeinsame Spiel für die Entwicklung eines Kindes ist. Eine oft unterschätzte Tatsache übrigens: Gerade in Nordmazedonien sind es nur etwa ein Drittel der Väter, die regelmäßig mit ihren Kleinen spielen. Bei Roma-Familien noch weniger. Diese Lücke zu schließen, ist ebenso Ziel der Partnerschaft – wie auch die Förderung von Themen wie Umweltschutz oder gesunder Ernährung.
Mehr als 20.000 Playmobil-Sets landen in Kindergärten und Familien, um diese Inhalte greifbar zu machen. Für die Stiftung steht dahinter mehr als bloße Wohltätigkeit. Es ist eine Art Gegenentwurf zur Realität vieler Kinder in der Region – und, wie Stiftungsvorständin Andrea Möhringer sagt, auch eine Investition in eine kommende Generation. Ganz ehrlich: Beim Blick auf die Zahlen (ärmste Kinder in Serbien liegen bis zu acht Monate hinter anderen in ihrer Entwicklung zurück!) fragt man sich, wie viel ungenutztes Potenzial in solchen Initiativen steckt.
Playmobil fördert übrigens schon seit 1995 Kinder und Jugendliche – ein Vermächtnis von Gründer Horst Brandstätter. Und UNICEF? Arbeitet schon 75 Jahre weltweit für Kinderrechte. Klingt nach großen Begriffen, ist aber im Kern nur eines: praktische Hilfe, dort, wo sie gebraucht wird.
Die Kooperation zwischen der Stiftung Kinderförderung von Playmobil und UNICEF richtet sich gezielt an benachteiligte Kinder in Nordmazedonien und Serbien. Mit finanzieller Unterstützung sowie Spielmaterial werden Fachkräfte geschult, Familien beraten und spielerische Ansätze in Bildungseinrichtungen eingeführt, um die Entwicklung der Kinder in den entscheidenden frühen Lebensjahren zu stärken. Insbesondere werden durch das Programm die soziale Teilhabe sowie das Bewusstsein für Umweltthemen – vermittelt etwa durch Playmobil-Sets – gefördert.
Erweiterte Fakten: Beide Länder kämpfen mit strukturellen Defiziten im Bereich frühe Bildung, darunter Personalmangel und mangelnde Inklusion bestimmter Bevölkerungsgruppen wie der Roma. UNICEF unterstreicht die wachsende Bedeutung digitaler Bildungsangebote: Die Bebbo-App wird etwa stetig an die Bedürfnisse von Eltern angepasst. Weiterhin betonen vielfältige Studien, dass gezielte frühe Förderung einer der wichtigsten Hebel zur Bekämpfung von Bildungsungleichheit ist; fehlende Ressourcen – materiell wie personell – gefährden jedoch Fortschritte, weshalb internationale Partnerschaften immer wichtiger werden.