Gesundheitsbildung gefordert: Mehrheit plädiert für Schulfach Gesundheit in Deutschland

Hamburg – Der Neujahrsbeginn bringt altbekannte Vorsätze: Mehr für die eigene Gesundheit tun. Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage (YouGov im Auftrag der HanseMerkur) ist der Drang, Gesundheit aktiv anzugehen, groß: Drei Viertel der Deutschen sehen persönliches Engagement als unverzichtbar für ihr Wohlbefinden. Über die Hälfte ist bereits aktiv, viele streben nach mehr – ein Signal, dass der Wunsch nach Gesundheit tief in der Gesellschaft verwurzelt scheint, auch wenn noch Wissenslücken bestehen.

07.01.26 10:24 Uhr | 16 mal gelesen

Wer sichergehen möchte, das Richtige für seine Gesundheit zu tun, braucht mehr als guten Willen – es fehlt oft an fundiertem Wissen. Laut der Umfrage fühlt sich nur rund die Hälfte im Umgang mit der eigenen Gesundheit gut informiert, was durchaus nachdenklich stimmt. Besonders auffällig: Weniger als die Hälfte glaubt, den eigenen Lebensstil stärker beeinflussen zu können als ihre vererbten Gene – obwohl die Forschung in den letzten Jahren ganz klar die Bedeutung von Prävention und Lebensstil bestätigt hat. Kein Wunder, dass eine breite Mehrheit (71 Prozent) befürwortet, das Thema Gesundheit fest in den Schulalltag zu integrieren, und zwar als eigenes Fach – eine Forderung, die aus Sicht vieler längst überfällig ist. Was dabei auffällt: Die Motivation, sich um das eigene Wohl zu kümmern, stammt meist aus einem sehr persönlichen Antrieb. Viele wünschen sich, fit zu bleiben für sich selbst und ihre Liebsten; für mehr als die Hälfte ist gesund alt zu werden ein echtes Lebensziel. Ein gutes Drittel will insbesondere für das direkte Umfeld – Familie, Freunde – leistungsfähig und gesund bleiben. Im Alltag steht eine gesunde Lebensweise hoch im Kurs, wobei Klassiker wie Nichtrauchen, ausreichend Schlaf und Bewegung zu den Favoriten gehören. Interessant sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen widmen sich deutlich häufiger mentaler Gesundheit und Vorsorge, Männer hingegen achten stärker auf den eigenen Schlaf. Meistens sind es Familie und Freundeskreis, die zu mehr Gesundheitsbewusstsein anstacheln – und weniger die Ärzte, wie oft angenommen wird. Trotzdem: Hindernisse wie mangelnde Motivation, zu wenig Zeit und finanzielle Engpässe sorgen dafür, dass es gelegentlich beim guten Vorsatz bleibt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: In Deutschland gibt es den klaren Wunsch, das Thema Gesundheit aktiver und eigenverantwortlicher anzugehen, doch fehlende Kenntnisse halten viele zurück. Das Einführen eines eigenen Schulfachs „Gesundheit“ wäre laut Mehrheit ein sinnvoller Schritt, um Wissen über Prävention, gesunden Lebensstil und Eigenverantwortung bereits bei Jugendlichen zu verankern – zumal sich nur etwa die Hälfte der Bevölkerung wirklich kompetent fühlt. Unterschiedliche Studien und aktuelle Medienberichte unterstreichen zudem, dass die gesundheitlichen Herausforderungen – von mentaler Gesundheit über chronische Krankheiten bis hin zu Prävention sozialer Unterschiede – nicht im Alleingang gelöst werden können und Bildung entscheidend ist: In jüngeren Artikeln etwa beschäftigen sich deutsche Leitmedien mit dem Einfluss von sozialer Herkunft und Bildung auf die Gesundheit, zum Beispiel wie sich fehlende Gesundheitskompetenz und finanzielle Sorgen auf Krankheiten auswirken, ebenso wie die Rolle digitaler Gesundheitsbildung oder psychischer Prävention bei Jugendlichen. Weiterführende Details zeigen, dass Initiativen für mehr Gesundheitsbildung nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Landesebene unterstützt werden, jedoch uneinheitlich umgesetzt werden. Die Debatte um Prävention steht unter dem Eindruck rasanter Veränderungen, etwa was Stress, Digitalisierung und Ernährung betrifft. Nicht zuletzt zeigen aktuelle Medienberichte: Die Forderung nach frühzeitigem Erlernen von Gesundheitskompetenzen bündelt gesellschaftliche Erwartungen und Anliegen aus der Pandemie, der Debatte über soziale Gerechtigkeit und dem Wunsch nach mehr Teilhabe am eigenen Leben.

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