Alois Gmeiner, im deutschsprachigen Raum bekannt als der "Werbetherapeut", verschont Unternehmen in seinen Analysen selten. Seine neu entwickelte Standortbestimmung schält gnadenlos heraus, was schief läuft – ganz ohne lähmende Euphemismen. Ein Positionierungs-Check vom Profi gleicht einer Kalt-Dusche nach dem Marathon: Schonungslos ehrlich, aber befreiend. (Mehr Infos unter werbetherapeut.com)
Die gefährliche Selbsttäuschung in der Kommunikation
Gmeiner sieht das Problem in der Marketingblase, die viele Unternehmen umgibt. "Das Marketing-Getöse ersetzt keine klare Haltung oder einen echten Mehrwert", sagt er. Wer keinen starken Standpunkt hat und nicht erklären kann, was Kunden wirklich bei ihm gewinnen, kämpft sich ins Abseits – und landet früher oder später im Revier der Billigangebote. "Das ist kein Kommunikationsfehler, sondern ein Identitätsproblem."
Das radikale Drei-Stufen-Checkup
Gmeiners Check-up besteht aus drei knallharten, aber ehrlichen Schritten und richtet sich an Unternehmer, die lieber der Realität ins Auge sehen, anstatt sich hinter Clickzahlen zu verstecken.
1. Spiegel der Außenwahrnehmung – Wie wirkt die Firma wirklich?
Ob ein Unternehmen sich selbst als dynamisch, kompetent oder einzigartig sieht, ist sekundär. Der Markt entscheidet! Der Audit durchleuchtet das tatsächliche Bild, die Sprache und die erkennbare Differenzierung. Viel zu oft hört man sich reden, statt die Fragen und Zweifel der Kunden zu beantworten. Hier beginnt der Wandel.
2. Angebotsprüfung – Verkaufen Sie Resultate oder Reißbrett-Leistungen?
Jetzt Hand aufs Herz: Warum sollte man ausgerechnet bei diesem Unternehmen einkaufen? Vieles bleibt im Technikum oder Funktionsjargon stecken, echte Nutzenargumente fehlen. Gmeiner bringt es auf den Punkt: "Wer nur erklärt, was er tut, garantiert noch keinen Erfolg für den Kunden." Was zählt, ist der spürbare Vorteil – nicht das eigene Arbeitsprotokoll.
3. Interne Blockaden – Wo bremst die Angst vor klarer Haltung?
Ironischerweise sitzen die größten Hürden laut Gmeiner im eigenen Management. Unsicherheit, unentschlossenes Aushandeln und Die-Angst-nein-zu-sagen verhindern scharfe Profile, die man im Markt aber dringend braucht. "Wer sich nicht positioniert, wird überrollt und sieht das meist zu spät", sagt er lakonisch – nicht ohne warnenden Unterton.
KI, Konkurrenz, Kostendruck: Jetzt gilt alles – oder gar nichts!
Die kommenden Jahre werden zum Härtetest. Automatisierte KI-Werbung sorgt für mehr Wettbewerb, nicht für weniger. Wer keinen echten Nutzen kommuniziert, geht im Einheitsbrei unter, und globalisierte Konkurrenz drückt erbarmungslos auf die Preise. "Brutale Klarheit ist kein Luxus mehr – sie bleibt die Überlebensfrage", stellt Gmeiner in Aussicht. 2026 wird aus Marketingsicht ein Schicksalsjahr.
Fazit: Das Audit ersetzt keine kreativ bunten Werbeaktionen. Es spart sogar Aufwand, weil es aufdeckt, wo echtes Wachstum blockiert ist. Wer weiß, wofür er steht und was ihn einzigartig macht, verschwendet weniger Budget – und sammelt echte Fans statt flüchtiger Likes.
Kontakt: Werbetherapeut – Alois Gmeiner, Tel: +43 699 133 20 234, info@werbetherapeut.com, www.werbetherapeut.com
Das Ringen um Aufmerksamkeit im digitalen Marketing ist gnadenlos – darauf verweist Alois Gmeiner in seinem Ansatz zur radikalen Standortbestimmung. Unternehmen, so Gmeiner, sind oft zu sehr darauf versessen, mithilfe von Werbeschaltungen, fancy Websites und Social Media Reichweite zu generieren, ohne je zu hinterfragen, warum Kunden ihr Angebot überhaupt wählen sollten. Die eigentliche Schwachstelle liegt dabei fast immer in blasser Positionierung und unklarer Nutzenkommunikation – also einem strategischen Identitätsproblem, das sich durch Klickzahlen und Likes nicht kaschieren lässt. Die Dringlichkeit ist real: Durch Automatisierung, KI und internationale Konkurrenz wird 2026 aus Sicht vieler Experten zu einem Jahr, in dem Klarheit und Konzentration auf Kernstärken entscheidend über den Markterfolg bestimmen werden. Nur wer radikal prüft, was er wirklich zu bieten hat, kann sich aus der Austauschbarkeitsfalle befreien und Preisverfall oder Kundenverlust entgegenwirken. Eigene Einschätzung: Der von Gmeiner skizzierte Realitätscheck ist unbequem – aber vielleicht genau das, was der von digitaler Oberflächlichkeit geplagte Mittelstand dringend braucht. Denn gerade der Mut, sich klar zu positionieren und auch mal Nein zu sagen, trennt künftig die Überlebenden von denen, die im globalen Marketing-Rauschen untergehen. Aktuelle Recherchen (bis 10. Juni 2024) zeigen: Marketing-Experten warnen branchenübergreifend davor, nur Trends und Klickzahlen hinterherzulaufen. Eine Kolumne auf der FAZ hebt hervor, wie Unternehmen ihre Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten müssen, um über Social-Media-Lärm hinweg Gehör zu finden. Auch laut "Spiegel" geraten Unternehmen, die ihr Profil nicht schärfen, zunehmend ins Hintertreffen, weil KI-Kampagnen ohne Substanz nichts bewirken. In der süddeutschen Zeitung wird zudem die wachsende Bedeutung von Vertrauensaufbau durch transparente Kommunikation betont.