Digital Detox, Sparmaßnahmen und ein bisschen mehr Realität: Junge Erwachsene packen ihre Vorsätze für 2026 mutiger an

Berlin – Zum Jahresanfang wird wieder kräftig überlegt, was im eigenen Leben anders laufen soll. Laut einer neuen Erhebung von Civey im Auftrag von Haypp zeigt sich: Die Deutschen, besonders die Jüngeren, stellen Social Media und Konsumgewohnheiten auf den Prüfstand – und nehmen sich auch bei alten Themen wie Rauchen einiges vor.

07.01.26 10:47 Uhr | 10 mal gelesen

Man könnte glatt meinen, das Ritual der Neujahrsvorsätze ist ein bisschen wie das jahreszeitliche Wechseln von Winter- auf Sommerreifen – es gehört einfach dazu, obwohl die Erfolgschancen oft mäßig sind. Die aktuelle Civey-Umfrage, beauftragt von Haypp, zeigt einen interessanten Trend: Bewusster zu leben, weniger Geld für Quatsch auszugeben und mehr Sport, das nehmen sich viele der Befragten für 2026 vor. Klassiker wie „Freunde und Familie mehr sehen“ landen ebenso auf der Liste wie „Nachhaltiger werden“ (wobei: Wer hat noch nicht...?); ganze 18 Prozent wollen 2026 weniger Zeit in Social Media versenken – ein Vorsatz, von dem die meisten spätestens im März wieder geheilt sind, wenn TikTok ruft. Was auffällt: Gerade die 18- bis 29-Jährigen brennen für Veränderung. Neujahrsvorsätze sind für sie kein leerer Brauch, sondern durchaus ernst gemeint, sogar handfest. Die Social-Media-Sache ist für über ein Drittel dieser Altersgruppe ein echtes Thema. Die Digitalisierung, die viele für selbstverständlich halten, wird plötzlich kritisch hinterfragt – Dauerstress, FOMO, dieses ständige Getippe: Da wächst die Sehnsucht nach mehr Kontrolle. Auch das Thema Rauchen bleibt präsent, verliert aber an Zugkraft – es ist eher einer von vielen Punkten. Trotzdem: Willen zeigt man, gerade im jüngeren Segment, wo Fitness und bewusste Lebensführung auf dem Zettel stehen. Neujahrsvorsätze sind insgesamt für zwei von drei jungen Menschen wirklich wichtig, während sie bei Senioren immer mehr als netter Gag durchgehen, so die Zahlen. Natürlich: Theorie und Praxis, das wissen alle, spielen selten auf einer Gehaltsliste. Nach spätestens einem halben Jahr ist Schluss mit frischen Ambitionen – und als Gründe für das Scheitern werden von fehlender Motivation bis zu unvorhergesehenem Alltagschaos alles Mögliche angegeben. Besonders Social Media wirkt wie ein Magnet, der gute Vorsätze prompt verschluckt: Bei den Jüngeren ist das sogar der Hauptgrund fürs Aufgeben. Komisch eigentlich, dass gerade da, wo die Leute am meisten über Social-Media-Diät reden, die App-Sucht einfach stärker bleibt. Paradox? Vielleicht. Menschlich? Ganz sicher. Die Befragung stellte Civey übrigens mit 1.000 repräsentativ ausgewählten Erwachsenen im Dezember 2025 an. Für Haypp, einer schwedischen E-Commerce-Schmiede, ist das Thema weniger schädliche Alternativen beim Nikotinkonsum sowieso Herzenssache – auch, aber nicht nur wegen unternehmerischer Interessen. Wer Genaueres über deren Produkte wissen will, findet alles Wichtige online.

Die Civey-Umfrage im Auftrag von Haypp legt nahe, dass die klassischen Neujahrsvorsätze der Deutschen sich zwar kaum verändern – mehr Sport, weniger Konsumverschwendung, bewusster leben –, aber bei den Jüngeren immer stärker mit dem Drang verknüpft werden, die Kontrolle über Social Media zu gewinnen. Gründe für das Scheitern der Vorsätze sind meist fehlende Motivation und die Übermacht digitaler Ablenkung. Neuere Recherchen zeigen, dass dieses Thema aktuell breite Wellen schlägt: Mehrere Medien berichten über die Tendenz, digitale Auszeiten aktiver zu planen und über die Schwierigkeit, sich von Plattformen wie TikTok oder Instagram zu lösen. Die Diskussion dreht sich außerdem darum, wie die ständige Verfügbarkeit von Social Media die mentale Gesundheit belastet und warum die junge Generation trotzdem in diesen Kanälen gefangen bleibt. Gleichzeitig gibt es Berichte über Initiativen und Apps, die speziell darauf abzielen, gesündere Social-Media-Routinen zu unterstützen – mit gemischtem Erfolg.

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