Stellen Sie sich Folgendes vor: Die Kamera zeigt einen kalten, funktionalen Raum in Suraia. Ein paar Dutzend scheue Hunde, eingepfercht, misstrauische Blicke. Plötzlich kommen Mitarbeiter, lassen Spritzen aufblitzen, das Betäubungsmittel bleibt jedoch aus. Stattdessen werden – ohne Einhaltung der Vorschriften – Euthanasiemittel injiziert. Die Wirkung? Das Leben gefriert im Körper, zuerst die Beine, dann die Lunge – viele Tiere bleiben bei vollem Bewusstsein, unfähig, sich zu wehren. Ihr letzter Blick trifft keinen Menschen, sondern die weißen Kacheln, gegen die ihr Körper prallt. Das ist kein fiktives Szenario, das sind erschütternde Aufnahmen aus der privaten Tötungsstation Vetmedan in Rumänien, die VETO-Tierschutz seit Januar vorliegen. Schätzungsweise 13.000 Hunde zwischen 2023 und 2026 – sechs Millionen Euro Gewinn, berechnet an ihrem Sterben. Der Skandal führte zu polizeilichen Durchsuchungen. Vetmedan wurde unter Zwang geschlossen, wobei unklar erscheint, wie dauerhaft diese Maßnahme ist. vehement fordert VETO-Tierschutz das sofortige Ende des Euthanasiegesetzes sowie eine Umwandlung solcher Stationen in lebensfreundliche Kastrationszentren.
Sarah Schonert von VETO drückt es hart aus: „Was in Vetmedan dokumentiert wurde, ist Alltag in Rumänien und wird letztlich mit EU-Steuergeldern gestützt – das Millionengeschäft blüht durch Mord auf Bestellung.“ Die Station in Suraia steht dabei lediglich pars pro toto.
Bildmaterial zu den aufgedeckten Gräueltaten und weitere Undercover-Aufnahmen finden sich auf Anfrage und über den angegebenen Link. VETO, unterstützt von Persönlichkeiten wie Nathan Goldblat, engagiert sich seit Beginn 2026 für Rettungsmissionen und konnte über 150 Hunde aus ihrem Todesurteil befreien und 228 Tonnen Futter sowie finanzielle Mittel zur Soforthilfe nach Rumänien bringen. Das Ziel bleibt: eine humane, zukunftsfähige Tierschutzstrategie durch Aufklärung, Spenden, Kastrationsprogramme und politischen Druck.
Der Einsatz von VETO-Tierschutz gegen illegale und brutale Machenschaften wie im Fall Vetmedan ist beispielhaft für einen notwendig gewordenen Paradigmenwechsel im europäischen Tierschutz, besonders in Rumänien. Die Organisation kombinierten Undercover-Initiativen mit gezielter internationaler Öffentlichkeitsarbeit, um Verantwortungsübernahme zu erzwingen und alternative Lösungen (Kastration, Aufklärung) in Rumänien zu etablieren. In aktuellen Medienberichten ist zu erkennen, dass trotz punktueller behördlicher Eingriffe, das strukturelle Grundproblem – also Profitdenken, politisches Desinteresse und intransparente Verstrickungen mit der EU – weiterhin besteht. Recherche-Update: Die ARD berichtet, dass die rumänische Regierung nach den jüngsten Enthüllungen zusätzliche Kontrollen angekündigt hat. Es bleibt jedoch unklar, ob dies nachhaltige Veränderungen hervorbringt. Zudem steht die EU-Kommission unter Druck, eine unabhängige Untersuchung zur Verwendung von EU-Geldern für den Tierschutz in Rumänien einzuleiten. Tierschutzinitiativen gewinnen europaweit mehr Zuspruch, insbesondere nach Berichten über illegale Praktiken, wobei Experten einen Fokus auf Prävention und Bildung als nachhaltigsten Lösungsansatz fordern.