Hardt lobt Schlag gegen Iran – Sorgen bei deutschen Reedern

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Union, sieht im Angriff auf den Iran die Chance auf einen politischen Wandel und eine geschwächte Bedrohungslage – während Deutschlands Reedereien alarmiert sind.

heute 13:00 Uhr | 4 mal gelesen

Jürgen Hardt (CDU) hat nach dem Angriff auf den Iran Klartext gesprochen: Jede Schwächung des Atom- und Raketenprogramms der Mullahs begrüße er, schließlich gehe es um nichts Geringeres als die Sicherheit Deutschlands, so sagte er T-Online. Er blickt nach vorne – ein künftiger Iran sollte, so Hardt, friedlich mit Nachbarn umgehen und gesellschaftliche Mitbestimmung garantieren. "Das Kapitel Mullah-Regime ist abgeschlossen," markiert er einen bemerkenswerten Wendepunkt. Verhandlungsbereitschaft aus den USA habe der Iran verschleppt, Europa solle jetzt alles daran setzen, für Stabilität zu sorgen. Was die Menschen in Iran bräuchten? Endlich eine Regierung, die sie repräsentiert und nicht mit Gewalt auf Proteste reagiert. Ganz andere Sorgen treiben derzeit Deutschlands Reeder um: Die militärische Eskalation, nun sprichwörtlich vor der Haustür internationaler Schifffahrtsrouten, bereitet erhebliche Sorgen. "Unsere Seeleute und Schiffe spüren die Veränderungen schmerzhaft direkt", so Martin Kröger vom Verband Deutscher Reeder im SPIEGEL. Nicht weit entfernt von der Brandherd-Eskalation: Die Straße von Hormus – ein Nadelöhr für den Welthandel mit Öl und Gas. Der Konflikt schwappt sogar bis zu zentralen Knotenpunkten wie Suezkanal und Rotem Meer. Man fürchtet Zwischenfälle – und noch mehr: Eine weitere Eskalation könnte ganze Lieferketten ins Wanken bringen. Kröger fordert, dass Handelsschiffe keinen Spielball geopolitischer Konflikte werden dürfen.

Jürgen Hardt betrachtet die Schwächung des iranischen Regimes nach dem Angriff als positives Signal für Deutschlands und Europas Sicherheit; er befürwortet einen Iran, der friedlich und demokratisch agiert. Gleichzeitig mahnt der Verband Deutscher Reeder angesichts der anhaltenden militärischen Spannungen im Nahen Osten vor erheblichen Gefahren für die globale Handelsschifffahrt, insbesondere in sensiblen Regionen wie der Straße von Hormus und dem Suezkanal. In den vergangenen 48 Stunden berichteten zahlreiche Medien etwa über die angespannten Beziehungen zwischen Iran, Israel und westlichen Staaten – sie thematisieren mögliche Störungen internationaler Handelswege, steigende Energiepreise und die Frage, wie Europa auf eine weitere Destabilisierung reagieren kann. Außerdem beschäftigt viele Beobachter die Sorge, dass auf einen kurzfristigen militärischen Erfolg langfristig unkalkulierbare Folgen für regionale Stabilität, Energieversorgung und Menschenrechte folgen könnten.

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