Heftige Kritik an möglicher Mehrwertsteuererhöhung – CDU und SPD stellen sich quer

Kanzler Merz (CDU) brachte eine eventuelle Anhebung der Mehrwertsteuer ins Spiel – ein Vorschlag, der in seiner eigenen Partei und bei der SPD prompt auf Widerstand stößt. Viele prominente Stimmen sehen darin eine zusätzliche Belastung der Bevölkerung, die sie für unvertretbar halten.

heute 13:15 Uhr | 4 mal gelesen

Ob es die steigenden Spritpreise, explodierende Heizkosten oder diese latente Geldsorge im Supermarkt ist – für Normalbürger wird das Leben gerade teurer und teurer. Entlastung? Oft nur schöne Worte auf Papier; am Ende bleibt weniger im Portemonnaie. Daran erinnert Thüringens Ministerpräsident Voigt (CDU), der betont, dass eine Mehrwertsteuererhöhung einfach das falsche Signal wäre. Noch eine Stufe schärfer reagierte Steffen Krach (SPD), der in Berlin das Bürgermeisteramt anstrebt. Er meint: Wer das vorschlägt, hat keinen Draht mehr zur Lebensrealität breiter Schichten. Es brauche Ideen, die diesen Preisdruck an der Wurzel packen, keine, die die Leute noch weiter schröpfen. Auch Manuela Schwesig (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) stellen klar: Eine höhere Mehrwertsteuer käme zur Unzeit – „auf keinen Fall“, so Schwesig. Für Kretschmer grenzt der Gedanke an ein Armutszeugnis an politischem Gespür. Der Bundeskanzler selbst laviert herum: „Wir schließen nichts aus“ – auch nicht, dass am Ende sogar wieder gesenkt werden könnte. Hm, hat da jemand wirklich einen Plan?

Die Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer sorgt aktuell für teils massive Turbulenzen zwischen und innerhalb von CDU und SPD. Besonders in Zeiten, in denen Energiepreise und Lebenshaltungskosten viele Menschen beuteln, stoßen Überlegungen Richtung Steuererhöhung zu Recht auf Ablehnung – das verdeutlichen zahlreiche Reaktionen aus Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig werden Rufe nach gezielten Entlastungen und einer sozial ausgewogenen Politik lauter. Wichtig zu wissen: Die Mehrwertsteuer ist eine der größten Einnahmequellen des Staates, aber sie trifft gerade Menschen mit niedrigerem Einkommen besonders hart, weil sie auf beinahe alle Alltagsausgaben entfällt – ein Umstand, der solche Debatten wahnsinnig auflädt. Aus der aktuellen Berichterstattung geht außerdem hervor, dass eine Abschwächung der Kaufkraft in Kombination mit einer Steuererhöhung die ohnehin fragile Stimmung in der Bevölkerung noch verschärfen könnte. Neue Stimmen aus Gewerkschaften und Sozialverbänden warnen eindringlich vor sozialen Schieflagen durch pauschale Steuererhöhungen und fordern stattdessen gezielte Maßnahmen gegen steigende Energiepreise sowie Inflation.

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