Union verteidigt Priens Reformpläne für Demokratie-Initiativen

Die Unionsfraktion weist Einwände gegen die von Karin Prien (CDU) vorgeschlagene Neuaufstellung des Programms 'Demokratie leben' entschieden zurück – Kritik von Grünen, Linken und SPD prallt ab.

heute 11:24 Uhr | 4 mal gelesen

„Die Vorwürfe gehen schlicht in die falsche Richtung“, entgegnet Anja Weisgerber (CSU), stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, laut 'Rheinischer Post'. Weisgerber betont, dass Prien damit ein zentrales Versprechen einlöse: Künftig solle genauer überprüft werden, wie erfolgreich die geförderten Projekte tatsächlich seien. Antragsteller müssten künftig belegen, welchen konkreten Nutzen ihre Projekte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bringen – und auch, wohin das Fördergeld genau fließe. Dieses Vorgehen stelle klar, dass die Gelder ihren Weg nicht in irgendwelchen dubiosen Kanälen verlieren, sondern zielgerichtet und nachvollziehbar eingesetzt würden. Das überarbeitete Demokratieprogramm richte sich nun mehr an die sonst oft übersehene „stille Mitte“ in der Gesellschaft, solle weite Teile der Bevölkerung ansprechen und dabei die Gefahr von Extremismus bekämpfen helfen. Karin Prien hatte kürzlich angekündigt, 'Demokratie leben' grundlegend reformieren zu wollen, um mehr Wirkung mit den immerhin 191 Millionen Euro Fördervolumen pro Jahr zu erzielen. Gegenwind? Gibt's – insbesondere von Linkspartei, Grünen und auch aus Teilen der SPD. Doch die Union bleibt dabei: Die Richtung stimmt.

Die geplante Neuausrichtung des Bundesprogramms 'Demokratie leben' durch Familienministerin Karin Prien, die insbesondere eine schärfere Kontrolle der Fördermittel und stärkere Nachweispflichten vorsieht, stößt weiterhin auf heftige Debatten. Viele Kritiker fürchten, dass damit zivilgesellschaftliches Engagement eingeengt oder politisch gesteuert werden könnte, insbesondere Projekte im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit und der Demokratieförderung. Unionspolitikerinnen wie Weisgerber argumentieren demgegenüber, eine effektive Nutzung und messbare Transparenz der Gelder sei für die Glaubwürdigkeit solcher Programme unerlässlich. In der Debatte wird immer wieder betont, wie wichtig die breit angelegte Demokratieförderung im Lichte zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und wachsender Bedrohung durch Extremismus sei; manche zivilgesellschaftlichen Akteure warnen jedoch vor zu bürokratischen Hürden, die kleinere Initiativen ausbremsen könnten. Recherchen ergeben, dass in den letzten Tagen viele Medienhäuser diese Kontroverse intensiv beleuchtet haben – dabei rücken auch Stimmen von Projektträgern und Experten in den Fokus, die unterschiedliche Gewichtungen zwischen Kontrolle und Freiraum einfordern.

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