Die Bundesdatenschutzbeauftragte Specht-Riemenschneider warnt eindringlich vor den zahlreichen Schwachstellen und Risiken automatisierter Gesichtserkennung, insbesondere hinsichtlich des Schutzes sensibler personenbezogener Daten. Sie plädiert nachdrücklich für Alternativen, die mit weniger Datenerhebung auskommen und nicht auf biometrischen Charakteristika wie Gesichtern basieren. Im Internet hat die Debatte zuletzt wieder Fahrt aufgenommen: Einige Länder gehen gegen den Einsatz von Gesichtserkennung vor, während Unternehmen kreative „datensparsame“ Lösungen zur Identitätsprüfung und Altersverifikation testen – etwa Zwei-Faktor-Authentisierung oder anonyme Token. Die Sorge wächst international, weil Falschzuordnungen, unkontrollierte Datenverarbeitung und ein generelles Gefühl der Überwachung nicht auszuschließen sind. Außerhalb von staatlichen Behörden kritisieren Bürgerrechtler*innen und Technikexpert*innen, dass der öffentliche Raum durch ständige Videoanalysen und Gesichtsscans in Richtung eines permanent überwachten „gläsernen Menschen“ rutscht. Wer genauer hinschaut, erkennt: Gerade in Europa werden seit einiger Zeit Gesetze und Richtlinien verschärft, um die Datensammelei einzudämmen – ein weiter Weg, aber einer, der laut Specht-Riemenschneider Zukunft hat.