Mother Mary (Anne Hathaway), schillernder Weltstar im Rampenlicht – abseits der Scheinwerfer jedoch von Einsamkeit und Erschöpfung geplagt. Nach Jahren voller Glanz und Krise kehrt sie für ihr Comeback zu Sam (Michaela Coel) zurück, einer Modedesignerin, die ihre Karriere einst entscheidend mitprägte. Das Verhältnis ist belastet, die Vergangenheit liegt zwischen ihnen. Als Mary Sam um ein neues Bühnenoutfit bittet, geraten Gefühle und alte Streitereien – manchmal krachend, manchmal erschreckend leise – erneut in Bewegung. Ihre Gespräche werden zur Minenlandschaft zwischen Erinnerungen, gewagten Offenbarungen und Verletzbarkeit.
Hathaway und Coel loten in den Hauptrollen die Abgründe und Sehnsüchte des Popmetiers aus – Regisseur David Lowery (u.a. „A Ghost Story“) inszeniert das Aufeinandertreffen der beiden Frauen facettenreich und mit einer gewissen Schwere.
In Nebenrollen sorgen u.a. Hunter Schafer, Kaia Gerber, Sian Clifford sowie FKA Twigs (die gemeinsam mit Charli xcx und Jack Antonoff den Soundtrack prägt) für weitere Glanzmomente. MOTHER MARY ist eine Kooperation zwischen A24 und augenschein Filmproduktion, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW.
MOTHER MARY vereint in ihrer Handlung große Pop-Ikonen mit einer brüchigen Freundschaft. Der Film, inszeniert von David Lowery, setzt auf die Chemie zwischen Anne Hathaway und Michaela Coel, die beide für ihre emotionalen Facetten und Intensität bekannt sind. Besonders die musikalische Untermalung, ausgearbeitet von FKA Twigs, Charli xcx und Jack Antonoff, bringt den inneren Konflikt zwischen Bühnenpersona und Privatleben zum Schwingen, was sich wie eine moderne Reflexion über Ruhm, Identität und weibliche Selbstermächtigung anfühlt. Mit schnellen, abrupten Szenenwechseln und viel visueller Präsenz erzeugt der Film zum einen Glamour, hält aber auch zähe, schwere Momente der Selbstsuche aus. Recherchiert man bei Fachportalen und Kulturmagazinen, wird deutlich: Der Film baut auf starke Frauenfiguren und stellt die Frage nach Wahrhaftigkeit und Verletzlichkeit im Medienzirkus. Angesichts der jüngsten Diskussionen um den Druck auf Frauen im öffentlichen Leben scheint MOTHER MARY damit auch aktuell sehr auf die gesellschaftliche Debatte einzuzahlen.