Bärbel Bas stellt sich gegen Diskussion um SPD-Führungspersonal

Nach dem enttäuschenden Ergebnis der SPD in Rheinland-Pfalz spricht sich Bundestagspräsidentin Bärbel Bas entschieden gegen eine Personaldebatte innerhalb der Partei aus. In einem Fernsehinterview erklärt sie, warum ein Wechsel an der Spitze aus ihrer Sicht kein Allheilmittel wäre.

23.03.26 22:47 Uhr | 3 mal gelesen

Die Stimmung im SPD-Vorstand ist – wenn man Bas Glauben schenken will – alles andere als auf Konfrontation gebürstet. Anders als man es nach so einer Wahlschlappe vielleicht erwarten würde, rudert die Parteispitze zurück, was personelle Konsequenzen angeht. "Es bringt doch nichts, jetzt zeitvergeudend stundenlang über Personalfragen zu brüten," meint Bas im Gespräch mit den Tagesthemen. Es sei zwar klar angesprochen worden, aber am Ende herrschte Konsens: Ein Austausch der Köpfe sei gerade nicht die Lösung. Interessant ist, wie Bas die Ursachen für das schwache Abschneiden sieht. Ihre Sicht: Die SPD wird oft so wahrgenommen, als kümmere sie sich ausschließlich um Randgruppen. Sie findet das nicht nur unfair, sondern meint auch, die sozialdemokratischen Reformen kämen einfach nicht richtig bei den Leuten an. "Vielleicht wollten wir es zu vielen recht machen. Und, wenn ich ehrlich bin: Die Partei zeigt sich manchmal zu zerfasert. So funktioniert das nicht, erst recht nicht im Wahlkampf," sagt Bas. Dabei legt sie Wert darauf, dass soziale Gerechtigkeit nach wie vor ein Markenzeichen bleibt.

Bärbel Bas verteidigt nach den jüngsten Verlusten der SPD in Rheinland-Pfalz das aktuelle Führungsteam und weist Forderungen nach personellen Veränderungen zurück. Sie betont, dass in der gegenwärtigen Lage ein Personalwechsel wenig versprechen würde und verweist auf die öffentliche Wahrnehmung der Partei als zu stark auf Minderheiten ausgerichtet. Aktuelle Berichte zeigen zudem: Die SPD diskutiert verbissen über künftige Strategien, während parteiinterne Kritik an mangelnder Klarheit und dem diffusen Kurs laut wird – dennoch hält das Führungsteam vorerst zusammen.

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