Hochschule Burgenland ehrt verstorbenen Rektor Gernot Hanreich

Eisenstadt / Pinkafeld – Vor einem Jahr verstarb völlig überraschend der Rektor der Hochschule Burgenland, Prof. Gernot Hanreich. Um sein Vermächtnis zu bewahren, trägt die Hochschule nun zentrale Preise und Räume seinen Namen – eine Geste, die tiefer geht als bloße Symbolik.

heute 12:52 Uhr | 3 mal gelesen

Ein Jahr ist vergangen, seit Prof. Gernot Hanreich so unerwartet aus dem Leben schied und eine Lücke hinterließ, die sich nicht einfach schließen lässt – weder fachlich noch menschlich. Für viele der Studierenden, Mitarbeitenden und Wegbegleiter an der Hochschule Burgenland in Eisenstadt und Pinkafeld fühlte sich der Tag seines Todes an wie ein jäher Stillstand mitten im Alltag. Nun hat die Hochschule drei feste Erinnerungszeichen geschaffen, die ihn und sein Wirken immer präsent halten sollen. Erstens: Die renommierten "Pannonia Research Awards" heißen ab sofort "Gernot-Hanreich-Wissenschaftspreise". Diese Auszeichnung würdigt engagierte Forschung, kreative Lehre, beispielgebende Organisation von Hochschulstrukturen, Nachhaltigkeit wie auch Internationalität. Der Name signalisiert: Wissenschaft ist keine anonyme Leistung, sondern hat immer ein Gesicht – bei der Hochschule Burgenland nun das von Gernot Hanreich. Zweitens: In Eisenstadt und Pinkafeld bekommen die jeweils größten Hörsäle (Hörsaal 1) künftig den Namen "Gernot-Hanreich-Hörsaal". Auffällige Tafeln erzählen von seiner prägenden Zeit als Rektor, auch wer nur zufällig dort vorbeikommt, wird sich künftig an Hanreich erinnern. Drittens: Und schließlich wird die traditionsreiche Fachkonferenz e.nova, die im Department Energie & Umwelt zuhause ist, ab jetzt dauerhaft "in memoriam Gernot Hanreich" geführt. Es ist ein stiller, aber beständiger Begleiter jeder weiteren Konferenz – ein kleiner, ehrlicher Tribut an viele Jahre seiner aufreibenden Vorbereitung und Organisation. Die aktuelle Rektorin Bettina Schauer-Frank findet deutliche Worte: Die Namensgebung ist kein reines Zeichen nach außen, sondern "eine bewusste Entscheidung, Hanreichs Wirken weiterleben zu lassen". Und Geschäftsführer Georg Pehm gibt zu bedenken, dass Hanreich mit viel Einsatz an der Entwicklung der Hochschule beteiligt war – die dauerhafte Benennung der Preise und Hörsäle sei für das gesamte Team ein Herzensanliegen. So bleibt Gernot Hanreich unauslöschbar Teil des Hochschullebens. Mehr Informationen gibt es unter www.hochschule-burgenland.at.

Die Hochschule Burgenland setzt ein starkes Zeichen des Gedenkens an ihren verstorbenen Rektor Prof. Gernot Hanreich, indem sie zentrale Wissenschaftspreise und Hörsäle nach ihm benennt sowie eine traditionsreiche Konferenz dauerhaft seinem Andenken widmet. Solche Gesten der Erinnerungskultur finden auch an anderen Hochschulen in Österreich und Deutschland zunehmend Verbreitung, oft als Reaktion auf tiefe menschliche Verluste in Führungspositionen. Neben der Hochschulpolitik zeigen jüngste Berichte auch einen Trend zur institutionellen Verankerung solcher Würdigungen, um Vorbilder und prägenden Persönlichkeiten langfristig im Bewusstsein der akademischen Gemeinschaft zu halten.

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