Hoeneß hält sich bezüglich Eberls Vertrag beim FC Bayern bedeckt

Uli Hoeneß äußert sich zur Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern München zurückhaltend. Im Gespräch mit dem 'Spiegel' deutete der Ehrenpräsident eine leichte Tendenz zu einer Vertragsverlängerung an – spricht aber auch von Restzweifeln, die er öffentlich nicht erläutern will. Er lobt Eberls Beitrag in der aktuellen Saison, verweist jedoch darauf, dass die finale Entscheidung erst im Aufsichtsrat fallen wird.

heute 12:34 Uhr | 2 mal gelesen

Der Vertrag von Sportvorstand Max Eberl läuft noch bis ins Jahr 2027. Eine vertragliche Verlängerung kann formal überhaupt erst ab dem 1. Juli besprochen werden, da bei den Bayern – wie anderswo auch – Vorstände gewöhnlich nur im letzten Jahr ihrer Laufzeit über einen neuen Vertrag verhandeln dürfen. Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des Rekordmeisters, erklärte, dass spätestens im August innerhalb des Aufsichtsrats beraten und abgestimmt wird, ob Eberl auch weiterhin als geeigneter Steuermann für die Zukunft des Vereins gilt. Bis dahin bleibt das Thema Verbleib – durchaus typisch für die Bayern – von einer gewissen Vorsicht und Taktik geprägt. Interessant ist dabei, wie Hoeneß einerseits Eberls maßgeblichen Anteil am aktuellen sportlichen Erfolg hervorhebt, andererseits aber offensichtlich noch nicht vollständig überzeugt ist. Vielleicht liegt das nur an Hoeneß’ berüchtigter Vorsicht, vielleicht gibt es auch interne Herausforderungen, von denen die Öffentlichkeit selten etwas erfährt. Am Ende jedenfalls bleibt: Die Bayern mögen Weltverein sein, Entscheidungen über Schlüsselpositionen fallen dort doch sehr bedacht – und mitunter überraschend spät.

Uli Hoeneß' zurückhaltende Stellungnahme zur Zukunft von Max Eberl als Sportvorstand spiegelt eine typische FCB-Strategie wider: Kontrolle, Kalkül und wenig Vorab-Transparenz. Obwohl Eberls Arbeit für die aktuelle Saison deutlich anerkannt wird, schwingen beim Ehrenpräsidenten erkennbare Zweifel mit, deren Begründung Hoeneß nicht teilen möchte – hier wird man den Diskurs des Aufsichtsrats abwarten müssen. Generell scheint nach außen alles nach Plan zu laufen, aber in der Innenpolitik des FC Bayern bleibt manches, anders als das möglichst perfekte Außenbild, bewusst vielschichtig und offen.

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