Immer mehr Menschen im Staatsdienst: Beamte & Angestellte auf Rekordniveau

Im Juni 2025 waren laut Destatis über 5,5 Millionen Menschen im Öffentlichen Dienst tätig – das entspricht in etwa jedem achten Beschäftigten in Deutschland.

heute 08:07 Uhr | 1 mal gelesen

Man glaubt es kaum, aber der öffentliche Dienst wächst und wächst. Zum Stichtag Ende Juni 2025 zählte man in Deutschlands Amtsstuben, Schulen und Kitas rund 5,5 Millionen Beschäftigte – ein Plus von 95.100 Menschen bzw. 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, meldet das Statistische Bundesamt. Fast zwölf Prozent aller, die hierzulande arbeiten, sind mittlerweile beim Staat angestellt: von Schulhausmeistern bis hin zu Verwaltungsbeamten. Schulen haben dabei nach wie vor die größte Personaldecke, gefolgt von Hochschulen und Kitas. Speziell bei den Lehrkräften ist einiges passiert: Während deutschlandweit die Zahl der Beschäftigten an Schulen auf 1.069.600 kletterte, sorgt die Verbeamtung in Berlin für interessante Verschiebungen – dort gibt's jetzt fast 6.000 Beamte mehr, aber dafür weniger angestelltes Personal. Ganz ähnlich das Bild in den Kitas, wo der Boom der letzten Jahre sich 2025 etwas abschwächt. Immer noch nehmen die Beschäftigtenzahlen weiter zu, wenn auch nicht mehr im Turbo-Tempo vergangener Jahre. Betrachtet man die letzten anderthalb Jahrzehnte, ergibt sich jedoch fast schon eine Verdopplung des Personals. Ob das alles nun gut oder schlecht ist, scheint übrigens eine Frage der Perspektive – und vermutlich auch des eigenen Nervenkostüms, wenn man am Montagmorgen ein Amt anruft.

Die Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst steigt seit Jahren, was besonders im Bildungs- und Erziehungssektor sichtbar wird. Neben statistischen Fakten wie dem Beschäftigungszuwachs und der Verbeamtungswelle in Berlin, werden die Herausforderungen – von Nachwuchsmangel bis zu gestiegenen Ansprüchen durch gesellschaftliche und politische Veränderungen – öffentlich diskutiert. Aktuelle Berichte zeigen außerdem, dass der Arbeitskräftemangel auch im öffentlichen Sektor angekommen ist: Unbesetzte Stellen, Überlastung und eine anstehenden Pensionierungswelle könnten die Verwaltung bald vor größere Probleme stellen als bislang gedacht.

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