Wie sieht’s mit Rindern aus? Knapp 10,4 Millionen standen Anfang Mai in den Ställen, davon 3,6 Millionen Milchkühe. Auffällig: Die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr fast gleich geblieben, nur ein minimaler Aufwärtstrend (+0,2 Prozent bei den Rindern, +0,3 Prozent bei den Milchkühen). Im Langzeit-Vergleich geht’s aber auch bei ihnen nach unten: 17,6 Prozent weniger Rinder, 16 Prozent weniger Milchkühe als 2016. Das Schwein ist also auffälliger unterwegs als die Kuh – jedenfalls was Bestand und Strukturwandel betrifft. Es bleibt festzuhalten: Die Landwirtschaft sortiert sich kräftig um, nur selten augenfällig für Außenstehende.
Die Tierhaltung in Deutschland befindet sich in einem Umschwung: Immer weniger, zugleich aber größere Betriebe prägen mittlerweile die Landschaft. Während die Zahl der hältenden Schweinebetriebe in den letzten zehn Jahren um rund 40 Prozent gesunken ist, wurden die verbliebenen Höfe massiv vergrößert – ein einzelner Betrieb hält heute im Schnitt etwa 300 Schweine mehr als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig ist der Gesamtbestand an Schweinen seit 2016 zwar beträchtlich zurückgegangen, hat aber im letzten Jahr erstmals wieder leicht zugelegt. Zugleich verharrt die Zahl der Rinder und Milchkühe auf nahezu konstantem Niveau, wobei der Gesamttrend auch hier abwärts zeigt. Dieses Bild deckt sich mit Berichten auf großen Nachrichtenportalen wie FAZ und Die Zeit, die die Konzentration der Tierhaltung auf immer weniger, aber größere Betriebe und die anhaltenden Herausforderungen für kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe hervorheben. Aktualisierte Recherchen zeigen außerdem, dass verschärfte Auflagen, sinkende Rentabilität und der demographische Wandel der Landwirt:innen weiter Druck auf die Struktur der Agrarlandschaft ausüben. Zudem wird über Proteste von Landwirt:innen berichtet, die immer wieder auf die schwierigen Wirtschaftsbedingungen aufmerksam machen.