Erstaunliche 313.000 Besucherinnen und Besucher zog es dieses Jahr nach Leipzig – aus allen Himmelsrichtungen, quer durch Deutschland und darüber hinaus. Das sind ganze 17.000 mehr als noch 2025, erzählt der Veranstalter am Sonntag fast ein wenig stolz. An vier Tagen, randvoll mit Geschichten, Debatten, Cosplay-Outfits und überraschend viel Kaffee, platzte die Stadt fast aus allen Nähten. Leipzig feierte mit 'Leipzig liest', der Manga-Comic-Con und der eigentlichen Buchmesse über 3.000 Einzelveranstaltungen an mehr als 300 verschiedenen Orten. Wer da den Überblick behalten hat, verdient vermutlich eine eigene Auszeichnung. Was auffällt: International wurde ordentlich aufgestockt – insgesamt 2.044 Aussteller aus 54 Ländern schickten ihre Bücher, Ideen und Streitgespräche in den Ring. Thema dieses Mal: 'Donau – Unter Strom und zwischen Welten'. Klingt poetisch, war es wohl auch – die Literatur aus dem Donauraum war plötzlich im Mittelpunkt. Astrid Böhmisch, die Messechefin, bleibt optimistisch und findet, Leipzig zeige erneut, wie stark der Wunsch nach Austausch – nicht nur zwischen Buchseiten – ist. 'Wir sind der Ort, an dem diskutiert wird, literarisch wie gesellschaftlich', meint sie. Verlage und Leserinnen wissen das offenbar zu schätzen – und Leipzig liest, das größte Lesefestival Europas, mausert sich immer mehr zum Pflichttermin auf dem Buchkalender.
Die Leipziger Buchmesse verzeichnete 2026 mit über 313.000 Gästen einen neuen Besucherrekord, der die bisherige Marke von 300.000 erstmals überschritt. Auch die internationale Beteiligung stieg weiter: Aussteller kamen dieses Jahr aus 54 verschiedenen Ländern, und es wurden mehr als 3.000 kulturelle und literarische Veranstaltungen geboten. Das Motto 'Donau – Unter Strom und zwischen Welten' lenkte den Fokus erstmals intensiv auf Autorinnen und Autoren aus dem Donauraum und brachte damit neue literarische Perspektiven ins Messegeschehen. Wirtschaftlich gilt die Messe als bedeutender Impulsgeber für die Buchbranche und die ansässige Hotellerie. In den letzten Jahren nahm zudem die Zahl der jüngeren Messegäste – nicht zuletzt dank Manga-Comic-Con – stetig zu. Die Veranstalter sehen sich mehr denn je als Bühne für gesellschaftlich relevante Debatten, was sich auch am regen Austausch etwa zu Themen wie Meinungsfreiheit, Digitalisierung und Diversität bemerkbar machte.