Die Lufthansa-Gruppe reagiert auf die sich leicht entspannende Situation im Nahen Osten und fährt nach gründlicher Risikoabwägung ihre Flüge nach Saudi-Arabien und Jordanien wieder hoch. Die Entscheidung folgt auf eine mehrmonatige Pause, während der wegen der Iran-Krise verschiedene Flugverbindungen gestrichen wurden, was insbesondere Geschäftsreisende und die Diaspora betroffen hatte. Neben Lufthansa und Austrian Airlines bietet bald auch die zur Gruppe gehörende italienische ITA Airways neue Optionen nach Riad – ein Zeichen für vorsichtigen Optimismus der Branche. Ergänzend ist bemerkenswert, dass die Lufthansa nicht allein agiert: Auch andere Airlines, wie Emirates und Turkish Airlines, haben in den letzten Wochen zusätzliche Kapazitäten für die Golfregion angekündigt oder ihre Frequenzen erhöht. Gleichzeitig betonen Sicherheitsexperten nach wie vor die Unübersichtlichkeit der geopolitischen Lage – etwa im Hinblick auf Huthi-Attacken im Roten Meer oder die anhaltende Unsicherheit infolge anderer Nahost-Konflikte. Eine vollständige Normalisierung des Flugangebots bleibt also fragil und ist an kurzfristige politische Entwicklungen gekoppelt.