Lufthansa startet neue Flugverbindungen in die Golf-Region

Ab September nimmt Lufthansa etappenweise wieder Flüge zu Zielen auf der Arabischen Halbinsel und in Jordanien auf.

heute 12:23 Uhr | 2 mal gelesen

Nach Angaben vom Donnerstag will die Lufthansa schrittweise Flüge nach Saudi-Arabien und Jordanien wieder in ihr Programm aufnehmen – ein kleiner Hoffnungsschimmer für alle, die auf bessere Anbindung in diese Region warten. Los geht’s ab dem 10. September: Dann gibt es wieder drei wöchentliche Flüge ab Frankfurt direkt nach Riad. Und keine zwei Wochen später, am 15. September, zieht ITA Airways nach – sie wurde ja vor einer Weile Teil der Lufthansa-Gruppe – und bietet jetzt fünf Mal pro Woche Flüge von Rom nach Riad an. Austrian Airlines, die österreichische Tochter, setzt ab 2. Oktober wieder die Strecke Wien–Amman dreimal pro Woche aufs Flugprogramm. Die Entscheidung, die Linienverbindungen wieder hochzufahren, fiel nicht leichtfertig – Lufthansa betont, dass die Lage im Nahen Osten weiterhin genau geprüft und eng mit den Behörden abgestimmt wird. Je nach Sicherheitslage können die Pläne also auch wieder geändert werden – ein bisschen Unsicherheit schwingt da mit. Hintergrund: Im Frühling hatte die Lufthansa-Gruppe wegen des eskalierenden Iran-Konflikts ihre Flüge Richtung Nahost gestrichen. Jetzt wagt sie schrittweise einen Neustart.

Die Lufthansa-Gruppe reagiert auf die sich leicht entspannende Situation im Nahen Osten und fährt nach gründlicher Risikoabwägung ihre Flüge nach Saudi-Arabien und Jordanien wieder hoch. Die Entscheidung folgt auf eine mehrmonatige Pause, während der wegen der Iran-Krise verschiedene Flugverbindungen gestrichen wurden, was insbesondere Geschäftsreisende und die Diaspora betroffen hatte. Neben Lufthansa und Austrian Airlines bietet bald auch die zur Gruppe gehörende italienische ITA Airways neue Optionen nach Riad – ein Zeichen für vorsichtigen Optimismus der Branche. Ergänzend ist bemerkenswert, dass die Lufthansa nicht allein agiert: Auch andere Airlines, wie Emirates und Turkish Airlines, haben in den letzten Wochen zusätzliche Kapazitäten für die Golfregion angekündigt oder ihre Frequenzen erhöht. Gleichzeitig betonen Sicherheitsexperten nach wie vor die Unübersichtlichkeit der geopolitischen Lage – etwa im Hinblick auf Huthi-Attacken im Roten Meer oder die anhaltende Unsicherheit infolge anderer Nahost-Konflikte. Eine vollständige Normalisierung des Flugangebots bleibt also fragil und ist an kurzfristige politische Entwicklungen gekoppelt.

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