Volkswagen: Entscheidung über neuen Personalvorstand weiter aufgeschoben

Zäher Machtkampf um die Besetzung des Vorstandspostens im Personalressort bei Volkswagen – Eigentümer und Arbeitnehmer kommen abermals nicht auf einen grünen Zweig.

heute 10:54 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal wiederholt sich Geschichte einfach nur zäh – bei Volkswagen etwa zieht sich die Debatte um die Nachfolge des Personalvorstands bereits über ein Jahr hin. Laut Informationen des 'Handelsblatt', gestützt auf Aussagen aus dem Dunstkreis der Verhandlungen, wurde die Entscheidung in der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrats erneut in die Zukunft verschoben. Intern war man wohl schon auf eine Kandidatin eingeschwenkt, doch die endgültige Zustimmung blieb aus – wer hier das Ruder hält, bleibt unklar. Das eigentliche Problem sitzt tiefer: Es brodelt zwischen Betriebsratslager und Eigentümerfamilien, vor allem wegen weiterer Umbesetzungen im Vorstand. Offenbar koppelt die Arbeitnehmerseite ihr Einverständnis für den Arbeitsdirektor an Bedingungen rund um die Neuaufteilung und Besetzung eines neu geschaffenen Technologie-Ressorts, das mehrere zentrale Unternehmensbereiche vereinen soll. Pikant: Vorschlagsrecht hätte eigentlich die Arbeitnehmerbank – nun soll jedoch eine Kandidatin aus dem direkten Unternehmensumfeld favorisiert werden. Die Verunsicherung zieht ihre Kreise; niemand möchte sich aktuell offiziell äußern. Man fragt sich fast, ob die Zeit hier Wunden heilt, oder ob der Konflikt bei der nächsten Sitzung schlicht von vorne beginnt.

Der Volkswagen-Aufsichtsrat kann sich weiterhin nicht auf eine Nachfolge für den ausgeschiedenen Personalvorstand Gunnar Kilian einigen. Laut Insidern gibt es Streit zwischen der Arbeitnehmerseite, die traditionell das Vorschlagsrecht innehat, und der Unternehmerseite, die eine eigene Kandidatin favorisiert. Hinzu kommt, dass der Konflikt durch die anstehende Neuausrichtung weiterer Vorstandsposten wie des geplanten Technologie-Ressorts verschärft wird. Recherchen zeigen, dass die Debatte symbolisch für tieferliegende Machtkämpfe zwischen Betriebsrat und Eigentümerfamilien steht. Offen bleibt, ob sich in den kommenden Wochen eine Einigung erzielen lässt, während das Unternehmen dadurch weiter auf einer wichtigen Schlüsselposition vakant bleibt.

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