Es wird immer offensichtlicher, dass der Ausbau des digitalen Funks bei der Bundeswehr schleppender als erhofft voranschreitet. Von den geplanten 16.000 Fahrzeugen sind bislang weniger als ein Zwanzigstel umgerüstet. Die Planverfehlung ist nicht nur eine organisatorische Panne, sondern betrifft kritisch die Einsatzfähigkeit der Truppe – gerade mit Blick auf veränderte Sicherheitslagen und die Notwendigkeit schneller, abhörsicherer Kommunikation im Feld. Auch die politische Debatte rund um die Zeitenwende und die Umstrukturierung der Bundeswehr spielt in diese Verzögerungen hinein: In den letzten Tagen wurde in mehreren Medien auf zusätzliche Lieferengpässe, Kompatibilitätsprobleme zwischen alten und neuen Systemen sowie die Überforderung der Rüstungsindustrie hingewiesen. Das Verteidigungsministerium hat sich zuletzt öffentlich zu diesen Mängeln geäußert und Besserung gelobt – konkrete Fortschritte sind bislang aber ausgeblieben. Laut FAZ und Spiegel sind zudem unerwartete technische Schwierigkeiten an Schnittstellen zwischen Alt- und Neufunk aufgetreten, weshalb die genaue Einsatzbereitschaft schwer zu beziffern bleibt.
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