Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion, hob bei der Veranstaltung hervor, wie wichtig ein lebendiges Miteinander von Politik und Kirche sei. Solange man Verantwortung über Bayern hinaus mittrage, brauche es verlässliche Partner wie missio München – und deren Projekt für mentale Gesundheit in Nairobi liefere einen eindrucksvollen Beleg dafür. Holetschek betonte, dass psychische Gesundheit keineswegs ein Randthema ist: Sie ist überall im Leben grundlegend – ob in Nairobi oder Bayern. Besonders Projekte mit engen lokalen Wurzeln könnten wirklich einen Unterschied machen. Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München, führte weiter aus: Ein Drittel der Menschen in den Elendsvierteln Nairobis lebt mit massiven seelischen Verletzungen. Viele Geflüchtete sind Opfer von Gewalt oder Krieg, werden aber von Partnern wie Caritas Nairobi begleitet. Speziell Frauen brauchen Unterstützung, sie sind oft am meisten betroffen. Mit 22.000 Euro werden hier 150 bedürftige Frauen gezielt gefördert – damit Traumata bewältigt werden und ein Stück Selbstständigkeit zurückkehrt. Für Huber ist das Engagement vor Ort nicht nur Hilfe, sondern Zeuge echter, gelebter Solidarität. Zum Schluss wurde der CSU-Fraktion und allen Gästen für das starke gesellschaftliche Zeichen gedankt, das dieser Abend gesetzt hat.
Der parlamentarische Abend in München hat nicht nur symbolisch, sondern tatsächlich Brücken geschlagen – zwischen Bayern und Nairobi, zwischen Politik und Kirche, zwischen denen, die helfen wollen, und denen, die Hilfe brauchen. Die aktuelle Berichterstattung bestätigt: Afrikas Städte erleben eine spürbare Krise psychischer Gesundheit, wobei Frauen besonders verwundbar bleiben. Tatsächlich wächst auch international der Druck auf europäische Politik, dauerhaft Verantwortung für Partner im globalen Süden zu übernehmen, vor allem im Bereich Sozial- und Gesundheitshilfe. Laut neuen Recherchen in "Süddeutsche" und „Zeit“ steigen Anfragen nach Fördermitteln und nachhaltigen Partnerschaften, auch weil die psychische Gesundheit in urbanen Armutszonen zum Überlebensfaktor wird. Die CSU-Fraktion hat mit ihrer öffentlichen Unterstützung ein Ausrufezeichen gesetzt – und zeigt, dass Solidarität heute mehr als reine Entwicklungshilfe ist: Sie ist auch politisches Bekenntnis und menschennahe Praxis.