Merz drängt auf intensivere Zusammenarbeit zwischen EU und Schweiz

Friedrich Merz (CDU) spricht sich für ein engeres Verhältnis zwischen der Europäischen Union und der Schweiz aus. Am Dienstag, im Rahmen eines Treffens mit Guy Parmelin, zeigt sich der Kanzler erfreut über die Absicht, die bestehenden Abkommen gemeinsam zu überarbeiten und aufzufrischen.

heute 11:38 Uhr | 2 mal gelesen

Letztlich käme das beiden Seiten zugute – daran ließ Merz nach dem Gespräch mit dem Schweizer Bundespräsidenten keinen Zweifel. Er machte deutlich: 'Wir wünschen uns wirklich, dass das jetzt rasch vorangeht.' Gerade weil beide Länder vom Export und offenen Märkten abhängig seien, sei der reibungslose Handel zentral. Mit der iranischen Blockade der Straße von Hormus treffe eine weltweite Krise auch Deutschland und die Schweiz erheblich. 'Daher setzen wir uns zusammen mit anderen Partnern intensiv dafür ein, dass die Handelsrouten auf See bald wieder sicher sind', betonte der Kanzler. Im selben Atemzug verwies Merz auf die Notwendigkeit, auch die direkte Nachbarschaft durch neue Infrastrukturprojekte zu stärken. Als Beispiel nannte er den geplanten Pfaffensteigtunnel, der noch dieses Jahr gebaut werden soll und sowohl die Grenzregion als auch den neuen Hauptbahnhof in Stuttgart besser vernetzt. Doch das, so Merz, dürfte erst der Anfang sein – gerade angesichts der internationalen Konkurrenz brauche es noch mehr Investitionen.

Friedrich Merz forciert eine engere Bindung zwischen der EU und der Schweiz und setzt auf schnelle Fortschritte bei gemeinsamen Abkommen – dazu gehören nicht nur offene Handelswege, sondern auch dringend erforderliche Modernisierungen. Die jüngsten Spannungen, wie etwa die Blockade der Straße von Hormus, unterstreichen aus seiner Sicht, wie wichtig offene Routen und Kooperation in Europa sind. Gerade Verkehrs- und Infrastrukturprojekte, Stichwort Pfaffensteigtunnel, werden als Schlüssel gesehen, um regionales Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Durch eine kürzliche Annäherung der EU und der Schweiz bei Gesprächen über Bilaterale Abkommen, wie etwa im Bereich des Strommarktes und der medizinischen Forschung, bahnen sich weitere Felder engerer Zusammenarbeit an. Auch in den Medien wird aktuell häufiger über die strategische Bedeutung der Schweiz als verlässlichen Partner und über die politischen Spannungen berichtet, die Herausforderungen, aber auch Chancen für Modernisierungen mit sich bringen.

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