Merz hielt am Donnerstag eine pointierte Rede im Bundestag, die von einer eigentümlichen Mischung aus Sorge und Aufbruch geprägt war. Er erinnerte daran, dass Europa — häufig unterschätzt und nicht selten belächelt — schon oft bewiesen habe, was durch offene Zusammenarbeit alles möglich sei. Gerade im Gefüge souveräner Staaten könne Europa mit Prinzipien wie gegenseitigem Respekt und Rechtsstaatlichkeit punkten, ein Gegenmodell zur Dominanz von Großmächten oder autoritären Strukturen.
Mit durchaus selbstkritischem Unterton warnte Merz aber auch: 'Wir können uns nicht länger auf andere verlassen.' Europa müsse seine eigene Sicherheit gewährleisten, etwa durch Investitionen in Verteidigung und Technologie. Besonders die Unterstützung der Ukraine hob er als Beispiel für die Notwendigkeit von Verantwortung und Solidarität hervor.
Was die Wirtschaft betrifft, sprach er unverblümt die wachsende Lücke zu den USA und China an: Wir stehen unter Innovationsdruck und müssen nachlegen, um nicht abgehängt zu werden. Merz forderte mehr Mut zur Konkurrenzfähigkeit. Etwas abrupt wandte er sich dem innenpolitischen Zusammenhalt widmete, der seiner Ansicht nach europäische Erfolge bei schwierigen Verhandlungen — etwa zur Ukraine oder den amerikanischen Zolldrohungen — erst möglich gemacht hätte. Sein Fazit ist eindeutig: Geschlossenheit sei Europas stärkste Waffe auf der internationalen Bühne. Ob das klingt wie ein Wunsch oder eher eine Warnung? Vielleicht beides.
Merz betont, dass ein geeintes Europa angesichts der aktuellen Herausforderungen der internationalen Ordnung entscheidend ist: Nur durch gegenseitiges Vertrauen, eigenständige Sicherheitsstrategien und wirtschaftliche Innovationskraft kann sich der Kontinent behaupten. Besonders hebt er hervor, dass die Europäische Union mit klaren, gemeinsamen Positionen — etwa im Umgang mit den USA und in der Ukraine-Politik — international Gewicht gewinnen kann. Interessant: In den letzten 48 Stunden wurde in mehreren Berichten bekräftigt, dass geopolitische Spannungen und wirtschaftlicher Druck auf die EU wachsen, was die Notwendigkeit gemeinsamer Strategien unterstreicht. Neuere Informationen ergänzen, dass etwa Debatten über die europäische Souveränität im Technologiebereich an Fahrt aufnehmen und auch die Rufe nach unabhängiger Verteidigung aus zahlreichen Mitgliedsländern lauter werden.