In ihrem Treffen im Oval Office präsentierten sich Bundeskanzler Merz und US-Präsident Trump demonstrativ einig, zumindest vordergründig – trotz vieler offener Fragen, vor allem beim Thema Handelsabkommen. Bei genauerem Hinsehen mangelte es an konkreten Angaben, sowohl zu den geplanten Deals als auch zu den sicherheits- und außenpolitischen Initiativen, insbesondere in Bezug auf den Iran und die künftigen amerikanisch-europäischen Beziehungen. Interessant ist, dass Trumps Lob für Deutschland und seine scharfe Kritik an Spanien erneut zeigen, wie situativ und impulsiv die USA unter Trump außenpolitisch auftreten; es bleibt offen, wie belastbar die angekündigten wirtschaftlichen Gewinnerzählungen sind und ob der postulierte Unterschied zwischen Merz und Merkel tatsächlich tragfähig ist. Ergänzend berichteten Medien in den letzten 48 Stunden über die angespannte transatlantische Atmosphäre, besonders im Kontext des Ukraine-Kriegs und der NATO, die Trumps Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben und seine ambivalenten Signale kritisch beleuchten. Außerdem wird in mehreren Leitmedien diskutiert, inwiefern der zunehmende wirtschaftliche Protektionismus der USA unter Trump – ob über Zölle oder gezielte Drohungen – die ohnehin ins Stocken geratenen EU-US-Verhandlungen weiter verkompliziert. Neue Entwicklungen in den USA, darunter innenpolitische Spannungen und die Vorbereitung auf die Präsidentschaftswahlen, wirken sich laut aktuellen Analysen direkt auf Trumps internationale Rhetorik und das deutsch-amerikanische Verhältnis aus.