Nach Trumps Rückzieher: Deutsche Wirtschaft atmet bei Grönland-Streit auf

Das überraschende Signal von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt sorgt für demonstrative Erleichterung bei deutschen Exporteuren – wenngleich ein nervöses Misstrauen bleibt.

heute 12:28 Uhr | 1 mal gelesen

Als Donald Trump plötzlich die Zölle im Zusammenhang mit dem Grönland-Konflikt zurücknahm, reagierte die deutsche Exportwirtschaft fast schon hörbar erleichtert. 'Einen echten Gewinner gibt es in einem Zollkrieg nun mal nicht', meinte Dirk Jandura, der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), im Gespräch mit der 'Rheinischen Post'. In seinen Worten klang deutliche Erleichterung, aber auch eine gewisse Skepsis an: 'Es ist für beide Seiten vernünftig, die Eskalation zu stoppen. Zölle sind nichts als verteuerte Produkte, schaden den Betrieben – vor allem aber zahlen letztlich die Menschen, egal in welchem Land.' Trotzdem schwang bei Jandura auch die Vorsicht mit: 'Man weiß nie so genau, wie lange diese Entscheidung Bestand hat – gerade bei Trump. Vertrauen in eine stabile Handelspolitik sieht anders aus.' Kurzum: Die Handelsszene reibt sich die Augen und weiß längst, dass Markt und Politik manchmal nahezu willkürlich ineinandergreifen. Und das Nicht-Vertrauen ist fast zum Grundgefühl geworden.

Nach dem überraschenden Verzicht von US-Präsident Trump auf neue Zölle im Zuge des Grönland-Konflikts hat die deutsche Exportbranche erleichtert, aber auch skeptisch reagiert. Während Branchenvertreter wie Dirk Jandura die Entspannung grundsätzlich begrüßen und die negativen Folgen von Zöllen – etwa teurere Produkte, verunsicherte Unternehmen und steigende Inflation – betonen, bleibt das Vertrauen in die US-Handelspolitik wackelig. In aktuellen Debatten werden Zölle zunehmend als politisches Druckmittel betrachtet, das zwar kurzfristig Wirkung zeigt, langfristig jedoch internationalen Wohlstand und Stabilität riskiert. Nach aktueller Recherche: Laut SPIEGEL berichten Wirtschaftskreise weiter von Unsicherheiten im transatlantischen Handel, weil Trump mehrfach abrupte Kurswechsel vollzogen hat. Die FAZ zeigt auf, dass auch ohne akute Zolldrohungen Investitionen in Deutschland und Europa aufgrund geopolitischer Spannungen nicht voll zur Entfaltung kommen. Ein Artikel der SZ bestätigt zudem: Die Handelspartner setzen vorerst auf Vorsicht und verstärkte Diversifizierung, da eine Rückkehr zu stabilen Beziehungen unter US-Führung nicht in Sicht ist.

Schlagwort aus diesem Artikel