Nada zielt auf weltweite Einigkeit im Kampf gegen Doping

Bei ihrer jährlichen Pressekonferenz rückte die Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschland (Nada) besonders den neuen Welt-Anti-Doping-Code 2027 in den Mittelpunkt.

heute 11:26 Uhr | 2 mal gelesen

Drei Jahre lang wurde beraten, diskutiert und gefeilt: Nun steht fest, ab Januar 2027 soll der überarbeitete Welt-Anti-Doping-Code weltweit gelten. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat das Regelwerk im Dezember 2025 abgesegnet. Lars Mortsiefer, Vorstandsvorsitzender und Chefjustiziar der Nada, betonte, wie wichtig diese Neuerungen im Hinblick auf internationale Gleichbehandlung und Menschenrechte sind – besonders im Schutz von Minderjährigen und anderweitig verletzlichen Sporttreibenden. Neu ist außerdem, dass nationale Anti-Doping-Organisationen wie die Nada künftig allein für Kontrollen, Disziplinarverfahren und das Management der Ergebnisse auf nationaler Ebene zuständig sind. Was die Ermittlungsarbeit betrifft, gibt es einen weiteren Meilenstein: Ein spezieller internationaler Standard für den Bereich "Intelligence and Investigations" wird eingeführt, an dem die Nada maßgeblich mitgearbeitet hat. Mortsiefer findet klare Worte: Genau diese Ermittlungsarbeit bringt schon heute wichtige Ergebnisse hervor und soll in Zukunft noch effektiver werden. Die Umsetzung der neuen Regeln? Die Nada plant, 2026 eng mit den Sportverbänden und international vernetzt zu arbeiten. "Die Zusammenarbeit bleibt das A und O, wenn es darum geht, für gleiche Wettbewerbsbedingungen und ehrlichen Sport einzutreten", unterstrich Mortsiefer. – Und das klingt fast schon nach einem sportlichen Motto.

Nada positioniert sich entschlossen als Wegbereiterin für einheitliche und gerechte Anti-Doping-Regeln weltweit. Der kommende Welt-Anti-Doping-Code 2027 legt einen wesentlich stärkeren Fokus auf Menschenschutz, vor allem für Minderjährige und Personen mit erhöhtem Schutzbedarf. Erstmals wird der Ermittlungs- und Informationsbereich der Anti-Doping-Arbeit mit einem eigenen internationalen Standard versehen, an dessen Ausarbeitung die Nada aktiv beteiligt war. Gleichzeitig wächst die Verantwortung der nationalen Organisationen, was komplexere koordinierte Arbeitsweisen und engere internationale Zusammenarbeit erfordert. Laut aktuellen Berichten, etwa von der Deutschen Welle und anderen Quellen, befasst sich die Diskussion zudem mit den Herausforderungen bei der Anpassung von Kontrollmechanismen und der digitalen Überwachung, um Betrug frühzeitig aufzudecken. Diskutiert werden ebenfalls ethische Fragen rund um Datenschutz und Privatsphäre der Sportlerinnen und Sportler sowie die Finanzierung der Anti-Doping-Agenturen.

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