Nagelsmann verliert weiteren Spieler: Auch Leweling fällt verletzt aus

Es kommt knüppeldick für Bundestrainer Julian Nagelsmann: Nach Nmecha und Pavlovic muss nun auch Jamie Leweling verletzungsbedingt die Länderspiele sausen lassen. Der leichtfüßige Stuttgarter hat sein Quartier wegen Muskelproblemen verlassen – der DFB bestätigte dies am Dienstag.

heute 11:59 Uhr | 1 mal gelesen

Erst die einen, jetzt auch noch der dritte: Nach den Ausfällen von Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic hat Nagelsmann kurzerhand Angelo Stiller und Chris Führich (beide ebenfalls VfB Stuttgart) ins Aufgebot geholt. Für Leweling bleibt der Kader jedoch plötzlich eine Lücke – offenbar sieht Nagelsmann hier keinen Nachholbedarf; 25 Spieler machen nun weiter. Erstaunlich, wie schnell sich eine Kaderliste verändern kann, frage ich mich – als wäre der Fußballalltag ein tapferer Versuch, Planbarkeit vorzugaukeln. Die Nationalmannschaft wird in Basel (27. März, Schweiz) und in Stuttgart gegen Ghana (30. März) antreten. Die Statistik: Gegen die Schweiz 36 Siege aus 54 Duellen, neun gingen an die Eidgenossen, neun waren Remis, typisch für Fußball-Statistik-Fans. Mit Ghana gab's dreimal den Schlagabtausch. Das verrückteste Spiel? Sicher das 6:1 1993. Die weiteren WM-Duelle: Unentschieden (2014, Gruppenspiel mit Götze und Klose auf dem Spielbericht) und ein knapper Sieg für Deutschland. Jedes Spiel: ein kleines Stück Unsicherheit.

Bundestrainer Nagelsmann plagen vor den anstehenden Länderspielen einige Personalprobleme. Nachdem bereits Nmecha und Pavlovic verletzungsbedingt abreisen mussten und durch Stiller sowie Führich ersetzt wurden, fiel nun auch Jamie Leweling aus – diesmal ohne Nachnominierung. Die Spiele gegen die Schweiz und Ghana sind damit eine erste Standortbestimmung für das deutsche Team, das ohnehin unter Druck steht: Die Vorbereitung auf die EM ist kürzer als in anderen Jahren und der public pressure ist groß, nachdem zuletzt die Leistungen der Mannschaft stark schwankten. Laut aktuellen Medien haben vor allem die Verletzungen und die immer wieder wechselnde Personalplanung für Unsicherheit im Team gesorgt, was auch in den Trainingseinheiten zu spüren war. Zudem gibt es Spekulationen darum, ob Nagelsmann 2024 noch Trainer bleibt, da die EM (mit Start im Juni) zur Bewährungsprobe wird. Die Gegner Taktisch: Die Schweiz setzt verstärkt auf junge, flexible Mittelfeldspieler, Ghana gilt als lauf- und willensstark, vor allem in Umschaltsituationen gefährlich.

Schlagwort aus diesem Artikel