Ölpreisdeckel und vergünstigtes Nahverkehrsticket: Linke fordert spürbare Entlastungen

Jan van Aken, Parteivorsitzender der Linken, fordert inmitten steigender Lebenshaltungskosten einen Ölpreisdeckel und eine Rückkehr zum 9-Euro-Ticket. Beide Maßnahmen sollen Bürger:innen schnell und wirksam entlasten.

heute 10:51 Uhr | 2 mal gelesen

Die Debatte um steigende Spritpreise und Lebenshaltungskosten schlägt Wellen – davon bleibt auch die Linke nicht unberührt. Jan van Aken, ihr Vorsitzender, bringt einen doppelten Ansatz ins Spiel: Zum einen schlägt er einen Ölpreisdeckel vor, der besonders Autofahrer entlasten soll, die jeden Tag auf ihr Auto angewiesen sind. Zum anderen plädiert er für die Wiederbelebung des 9-Euro-Tickets – das klingt für viele wie ein Déjà-vu, aber warum eigentlich nicht? Wer sich die aktuellen Ticketpreise für Bus und Bahn anschaut, weiß, dass umsteigen leichter gesagt als getan ist. Das Zusammenspiel dieser beiden Instrumente, glaubt van Aken, würde spürbar Druck vom Alltagsbudget vieler Menschen nehmen. Ein schneller Blick auf die Zapfsäule genügt: Die Kosten für eine Tankfüllung sind seit Kriegsbeginn um bis zu 20 Euro gestiegen. Was weniger sofort sichtbar ist, bahnt sich schleichend durch die Regale im Supermarkt, denn hohe Ölpreise schlagen auf praktisch alle Produkte durch. "Wenn die Bundesregierung handeln will, kann sie“, so van Aken, „statt halbherziger Tankrabatte wirkliche Entlastungen anstoßen." Dem sogenannten "österreichischen Modell" – Preisänderung an Tankstellen nur einmal täglich – steht er skeptisch gegenüber. "Das hilft bei stetig steigenden Preisen wenig, dann steigt der Sprit einfach täglich um ein paar Cent", meint der Linken-Politiker. In seiner Sicht täusche die Bundesregierung mit solchen Vorschlägen eher Handlungsbereitschaft vor, anstatt echte Lösungen zu liefern. Van Aken fordert, dass man sich mit konsequenten Mitteln an die Ölkonzerne heranwage – schließlich hätten diese gerade in Krisenzeiten massiv profitiert.

Die Linke setzt sich aktuell für einen Ölpreisdeckel und ein vergünstigtes 9-Euro-Ticket ein, um Bürger:innen angesichts explodierender Energiepreise zu entlasten. Beide Forderungen zielen darauf ab, die finanzielle Last für Autofahrer und ÖPNV-Nutzer merklich zu senken. Nach neuen Recherchen wird der Vorschlag von Sozialverbänden und Gewerkschaften unterstützt, während die Regierung bislang eher auf gezielte Einmalzahlungen und andere, teilweise komplexere Modelle setzt. Gleichzeitig wird diskutiert, wie effektiv der Preisdeckel tatsächlich wäre, zumal Ölkonzerne Wege finden könnten, ihre Margen trotz Deckel zu sichern. Die Debatte um das 9-Euro-Ticket belebt sich zudem, weil Kommunen vor den organisatorischen Herausforderungen warnen und einen Ausbau der Infrastruktur fordern. Die Kritik am "österreichischen Modell" erhärtet sich: Während es in stabilen Zeiten funktioniert, zeigt es in der aktuellen Volatilität der Energiemärkte deutliche Schwächen. Laut neuen Statements aus der Koalition will die Bundesregierung allerdings vorerst keine grundsätzlichen Maßnahmen zu Tankpreis-Deckeln treffen. (Recherche Stand Juni 2024)

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