Jochen Ott übernimmt SPD-Spitzenrolle in NRW – Starke Zustimmung auf Landesparteitag

Mit beeindruckenden 96 Prozent der Stimmen ist Jochen Ott zum neuen Spitzenkandidaten der SPD Nordrhein-Westfalen für die anstehende Landtagswahl gewählt worden. Die Landesdelegierten versammelten sich am Samstag in Düsseldorf – das Gespräch am Rand war mindestens so spannend wie die Wahl selbst.

heute 14:53 Uhr | 2 mal gelesen

So ein Ergebnis hatte die NRW-SPD schon ewig nicht mehr: Jochen Ott fuhr satte 96 Prozent ein – da dürften selbst langjährige Genossinnen und Genossen kurz gestaunt haben. Nur Hannelore Kraft war vor zehn Jahren ähnlich erfolgreich, und man weiß ja, wie das geendet hat. Ott nutzte seine Bewerbungsrede einerseits klassisch-pragmatisch (Industriepolitik, Forschung, Entlastung für Familien – bekannte Hausnummern), andererseits aber mit ein paar klaren Ansagen gegen die Tech-Giganten. Sein Plan: kostenlose Kitas, freies Mittagessen für die Jüngsten und ein gratis Ticket für Jugendliche. 'Wenn wir Familien unterstützen wollen, müssen wir jetzt mutig sein', so Ott. Und dann zog er noch gegen Elon Musk vom Leder: 'Ein Einzelner mit so viel Kohle? Kaputter kann Kapitalismus nicht sein.' Ott möchte Tech-Riesen wie ein übervolles Monopoly-Spiel aufbrechen – große Worte, nicht ganz ohne Pathos. Die Landtagswahl ist zwar erst in drei Jahren (April 2027), aber der Slogan „Jetzt erst gerecht“ hängt schon mal wie ein Damoklesschwert über der Kampagne. Ob das reicht, die Basis zu motivieren? Bleibt offen.

Jochen Ott, bisher Fraktionsvorsitzender der NRW-SPD, wird mit überwältigender Mehrheit offiziell zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 gekürt. In seiner kämpferischen Rede legt er einen Schwerpunkt auf mehr soziale Gerechtigkeit und eine aktive Wirtschaftspolitik, fordert außerdem klare Grenzen für die Macht von Tech-Konzernen und weist auf die enorme soziale Schieflage durch einzelne Superreiche hin. Er will Familien durch kostenfreie Angebote spürbar entlasten und richtet den Wahlkampf auf mehr Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt aus – sein Wahlspruch bleibt dabei programmatisch.

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