Opel greift mit frischem Elektro-SUV an: Zusammenarbeit mit Leapmotor und Produktion in Spanien

Rüsselsheim rührt kräftig um: Opel kündigt kurz vor dem Stellantis-Investorentag 2026 ein ambitioniertes Elektro-SUV für das C-Segment an. Frischer Wind durch Technik-Power aus China, deutsche Ingenieurskunst und Europa-Produktion – das soll nicht nur die Modellpalette, sondern auch die Elektrosparte ordentlich anschieben. Schon 2028 könnten die ersten Modelle vom Band rollen, und Opel gibt sich betont innovativ, aber bleibt auch realistisch mit Blick auf offene Fragen.

heute 10:00 Uhr | 2 mal gelesen

Ein neues Kapitel für Opel: Im Stammwerk in Rüsselsheim wird an einem vollelektrischen SUV gebastelt, das als Hoffnungsträger für die Marke gilt. Das Besondere: An Bord ist Leapmotor aus China – eine Art Technologiepartner mit viel Erfahrung bei E-Autos. Opel-CEO Florian Huettl betont, man wolle deutsche Designtugenden mit Innovationskraft aus Fernost verbinden, um in unter zwei Jahren ein konkurrenzfähiges Modell auf die Räder zu stellen. Neben fortschrittlicher Batterietechnik von Leapmotor spendiert Opel eigene Stärken wie Sitzkomfort und Fahrwerk. Gebaut werden soll das Fahrzeug im spanischen Zaragoza-Werk, wo bereits seit Jahrzehnten Kleinwagen wie der Corsa entstehen. Noch laufen erst Sondierungen, betonen alle Verantwortlichen – vieles hängt von weiteren Einigungen ab. Zusätzlich mahnt Opel, dass bei allem Optimismus Risiken, Marktdynamik und politische Unsicherheiten die Pläne gehörig durcheinanderwirbeln können. Auch Behörden müssen noch einige grüne Lichter geben.

Der Elektro-SUV von Opel, geplant für das C-Segment, ist als Signal an die Konkurrenz und den eigenen Kundenstamm zu verstehen: E-Mobilität soll bezahlbarer, vielfältiger und schneller umgesetzt werden. Der Fokus auf ein Gemeinschaftsprojekt mit Leapmotor folgt dem Trend, dass westliche und chinesische Hersteller immer stärker zusammenarbeiten, um auf dem globalen Markt Tempo zu machen und Kosten zu teilen. Laut jüngsten Berichten wird insbesondere der zunehmende Preiskampf bei E-Autos, etwa durch chinesische Marken wie BYD und Leapmotor, für viele europäische Hersteller zum Kardinalthema – so berichtet die Automobilwoche, dass Stellantis-Chef Tavares gerade bei günstigen E-Modellen den "Angriff aus China" als große Herausforderung betrachtet (vgl. verschiedene Branchenportale, Stand Juni 2024).

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