Pilzernte 2025 in Deutschland erreicht neues Hoch

78.400 Tonnen Pilze wurden 2025 von größeren deutschen Betrieben geerntet – das bedeutete ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Besonders Champignons prägten das Ergebnis.

heute 08:37 Uhr | 5 mal gelesen

Wer hätte das gedacht: 2025 war bei Pilzfreunden in Deutschland ein gutes Jahr. Laut Destatis wurden in Betrieben ab 0,1 Hektar nicht weniger als 78.400 Tonnen Speisepilze eingesammelt – das sind immerhin 1,0 Prozent mehr als noch 2024, was etwa 760 Tonnen zusätzlichen Genuss bedeutet. Besonders spannend dabei: Vergleicht man das mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, hat die Ernte sogar um beachtliche 4,4 Prozent zugelegt. Die unangefochtenen Stars unter den Pilzen? Ganz klar: Champignons! 76.800 Tonnen wurden davon 2025 geerntet, das entspricht erstaunlichen 97,9 Prozent des gesamten Pilzaufkommens. Die Champignon-Flut nahm übrigens nicht nur gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent zu, sondern übertraf auch den Zehnjahresdurchschnitt um glatte 4,6 Prozent. Andere Pilzsorten wie Shiitake, Kräuterseitling oder Austernpilz landeten vergleichsweise in kleinerem Korb. Immer erwähnenswert – gerade in Zeiten von Nachhaltigkeitsdebatten – bleibt der Bio-Anteil: Fast die Hälfte aller Speisepilze, rund 37.200 Tonnen, stammte aus ökologischer Erzeugung. Auch hier wiederholt sich das Bild: Champignons dominierten mit 36.500 Tonnen die Bio-Pilzstatistik fast vollständig (98,2 Prozent!). Die Gesamtfläche, die in Deutschland für Pilzanbau genutzt wird, legte im vergangenen Jahr marginal zu und erreichte 355 Hektar – davon wird jetzt sogar mehr als die Hälfte öko-zertifiziert bewirtschaftet. Die Champignon-Fläche allein kletterte auf 342 Hektar, ein Anstieg von 0,2 Prozent zum Vorjahr, was durchaus beachtlich ist. Schaut man auf die Landkarte, stechen zwei Bundesländer hervor: Niedersachsen mit stolzen 200 Hektar Anbaufläche und Nordrhein-Westfalen mit 80 Hektar – beides seit Jahren so, aber vielleicht überrascht es trotzdem den einen oder anderen. Pilzland Deutschland? Klingt verdächtig plausibel.

Die Pilzernte in Deutschland verzeichnete 2025 einen erfreulichen Aufwärtstrend – verglichen mit dem Vorjahr und dem langjährigen Mittel. Insbesondere Champignons bleiben der Platzhirsch unter den Speisepilzen, sowohl in konventionellem als auch in ökologischem Anbau. Interessant ist auch, dass der Anteil der Bio-Flächen und -Pilze weiter wächst: Das spiegelt das gestiegene Verbraucherbewusstsein für nachhaltigen Anbau wider. Neueste Recherchen zeigen außerdem, dass die Nachfrage nach regionalen und biologisch angebauten Produkten in Deutschland weiterhin kraftvoll zunimmt. Auch die Kultivierung spezieller Sorten wie Shiitake, Austern- oder Kräuterseitlinge boomt auf kleineren Höfen und bei Start-ups, die neue Absatzmärkte erschließen wollen. Überdies entwickeln einige Betriebe neue Substratmischungen und automatisierte Ernteverfahren, mit denen sie trotz Arbeitskräftemangels konkurrenzfähig bleiben wollen. So steckt im oft übersehenen Pilzanbau mehr Innovationskraft, als man erwarten würde.

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