Wenn jemand an Behörden denkt, schießen schnell Gedanken an träge Strukturen, umständliche Abläufe und eine unerschütterliche Liebe zum Papierformular durch den Kopf. Verwaltung wirkt auf viele – zugegeben – wie eine eher konservative Bastion: straff organisiert, vorsichtig und selten richtig mutig. Veränderung? Davon hört man angeblich anderswo mehr: im Innovationszentrum eines Tech-Unternehmens oder bei einer kreativ-chaotischen Start-up-Serie. Aber halt – vielleicht ist das Bild längst überholt.
Die eingereichten Beiträge für den "Roland – Deutscher Verwaltungspreis Projektmanagement", der am 9. Juni 2026 während des 12. Zukunftskongresses Staat & Verwaltung in Berlin verliehen wird, erzählen nämlich etwas ganz anderes. Projekte aus Gemeinden, Landesbehörden und vom Bund zeigen: Verwaltung kann auch anders. Egal ob KI in der Verkehrsplanung, digitale Sozialdienste oder neue Bürgerbeteiligungsformate – die Bandbreite ist erstaunlich. Besonders eindrücklich: Viele Projekte funktionieren gar nicht mehr im alten Alleingang, sondern entstehen gemeinsam mit anderen Behörden oder Partnern. Offenheit für Neues, Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg und viel Experimentierfreude sind heute keine Ausnahme mehr – sie machen die Verwaltung wider Erwarten sehr lebendig.
Wer das live erleben will: Es gibt noch limitierte Gästetickets für die Preisverleihung, eine kurze Mail an public-affairs@gpm-ipma.de genügt. Dann kann man nicht nur mitfiebern, wer gewinnt, sondern bekommt auch Einblicke ins Jurygeflüster, hört die Geschichten hinter den Projekten – und stößt beim Empfang direkt mit Entscheidern und Macher*innen an.
Alle zwei Jahre verleiht die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. den "Roland" an die überzeugendsten Projekte aus Bund, Ländern und Kommunen – nicht für Einzelmaßnahmen, sondern für solide Projektführung von A bis Z. Bewertungskriterien wie Fortschritt, gesellschaftlicher Nutzen, Dauerhaftigkeit oder clever angewandte Methoden stehen dabei im Mittelpunkt. Nebenbei geht es immer auch um die großen Ziele wie Nachhaltigkeit und den Blick für Standards.
Die Absicht hinter dem Preis: Zeigen, dass starke Projekte die Verwaltung fit für morgen machen. Bemerkenswert ist, wie selbstverständlich mittlerweile Wissen und Erfahrungen zwischen Ämtern geteilt werden. Vernetzung wird zum Erfolgsfaktor. Weg vom Silo, hin zum Miteinander – Verwaltung beginnt, sich nicht nur fachlich, sondern auch kulturell neu zu definieren.
Der Wandel ist offensichtlich: Verwaltung bleibt nicht länger reines Verwaltungsbüro, sondern wird immer mehr zum aktiven Gestalter von gesellschaftlicher Veränderung. Das beginnt bei der Digitalisierung und hört bei Führung und Zusammenarbeit nicht auf. Statt Stechuhrmentalität rückt Vertrauen und eigenverantwortliches Teamwork in den Mittelpunkt. Wer in die Bewerbungen schaut, sieht, dass Projektmanagement in der Verwaltung mittlerweile gesetzt ist – für Digitalisierung, neue Organisationsformen oder dem Kampf gegen den Fachkräftemangel.
Eine spannende Frage taucht immer wieder auf: Wie bleiben gute Projekte langfristig wirksam? Immer öfter werden Portfoliomanagement und professionelle Steuerung auch nach Abschluss der Projekte eingeführt. Es geht weit über das klassische Projektende hinaus – erfolgreiche Vorhaben sollen in den Alltag der Verwaltung einziehen. Genau darauf macht der "Roland" aufmerksam: Gute Verwaltung will gemanagt und gestaltet werden.
Kontakt für Nachfragen: Sebastian Wieschowski, GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V., E-Mail: s.wieschowski@gpm-ipma.de, Webseite: https://www.gpm-ipma.de, Blog: https://www.gpm-blog.de
Der "Roland – Deutscher Verwaltungspreis Projektmanagement" hebt Projekte hervor, die zeigen, wie sich der öffentliche Sektor wandelt: Digitalisierung, Kooperation und agile Methoden sind längst angekommen und werden aktiv gelebt. Im Juni 2026 werden die besten Verwaltungs-Projekte in Berlin ausgezeichnet – sie stehen für neue Wege, erfolgreiche Kooperationen über Behörden- und Ressortgrenzen hinweg und für eine Verwaltungskultur, in der Offenheit und Wissensaustausch selbstverständlicher werden. Die Veranstaltung würdigt, dass Projektmanagement in der Verwaltung keine Nische mehr ist, sondern zum Rückgrat einer zukunftsfähigen Verwaltung avanciert; aktuelle Berichte führender Nachrichtenportale greifen dieses Thema ebenfalls auf und zeigen, dass sich die deutsche Verwaltung zunehmend öffnet: Die Süddeutsche Zeitung meldet eine neue bundesweite Digital-Plattform, die Ämter vernetzt und Bürgerdienste beschleunigt (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Spiegel Online berichtet über ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen, bei dem Behörden künstliche Intelligenz bei der Bearbeitung von Anträgen einsetzen, wodurch Bearbeitungszeiten spürbar verkürzt werden sollen (Quelle: [Spiegel Online](https://www.spiegel.de)). Die Zeit analysiert, wie sich der öffentliche Dienst auf eine neue Generation von Mitarbeitenden einstellt und dabei moderne Führungsmodelle und Arbeitsstrukturen testet, um den Fachkräftemangel zu beheben (Quelle: [Die Zeit](https://www.zeit.de)).