Ehrlich gesagt, wer hätte erwartet, dass Atomkraft plötzlich wieder als Hoffnung gehandelt wird? Nun – zumindest bei RWE blickt man nüchtern auf die Fakten: Markus Krebber betont, sein Konzern sei technologieoffen, schaut sich also auch die sogenannten Small Modular Reactors, kurz SMRs, sehr genau an. Trotzdem, so Krebber, ist da im Moment einfach kein wirtschaftlicher Boden – noch sei gar nicht abzusehen, wann oder ob diese Technologie marktreif werden kann. Die Lage ist wie Wandern im Nebel: Kein Zulieferer weltweit kann vertraglich zusichern, bis wann er so ein Reaktor-Modul gebaut hätte oder was es am Ende kosten würde. RWE wolle sich auf solche unkalkulierbaren Wagnisse nicht einlassen, so Krebber. Im Übrigen, und das klang fast ein bisschen ratlos, sollten wir nicht hoffen, dass SMRs quasi morgen sämtliche Probleme im Energiesektor auflösen. Manchmal klingt technische Zukunftsmusik eben ganz schön schief, wenn man genauer hinhört. Und ja, zwischen Aufbruchstimmung und Vorsicht schwankt offenbar auch einer der größten Energieversorger Deutschlands.
RWE positioniert sich klar: Der Bau von kleinen Atomkraftwerken (SMRs) bleibt für das Unternehmen eine riskante Wette. Selbst unter Berücksichtigung möglicher neuer Technologien sieht RWE aktuell keinen wirtschaftlichen Spielraum, da weder Zeitrahmen noch Kosten zuverlässig kalkuliert werden können. Neuere Artikel berichten teils jedoch über politische Debatten in Deutschland, in denen einzelne Stimmen eine Rückkehr zur Kernenergie fordern – angesichts der Energiekrise und trotz des Atomausstiegs.
Im internationalen Vergleich suchen Länder wie Frankreich und Großbritannien verstärkt nach Alternativen – teils eben auch kleinen Reaktoren. In Deutschland jedoch dominiert weiterhin die Skepsis, und auch Unternehmen wie E.ON halten SMRs für wenig realistisch. Aktuelle Medienberichte verweisen auf Herausforderungen wie ausbleibende Investitionssicherheit, fehlende Zulieferbetriebe und den politischen Mehrheitswillen zur erneuerbaren Transformation. (Stand: Juni 2024)