Beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik ist schnell klargeworden: Schule ist eben mehr als bloß Vokabeln, Formeln und stiller Unterricht. Sie ist Bühne für Mitgestalten, Leidenschaft und manchmal auch für ein wenig Aufregung, wenn Eigenes sichtbar wird. Dr. Elke Löbel vom Bundesentwicklungsministerium bringt es auf den Punkt: Die Fantasie und Entschlossenheit, mit der Schüler*innen über Nachhaltigkeit, Fairness und Medienkompetenz diskutieren, gibt Hoffnung – auf Lösungen, die von denjenigen entworfen werden, die so oft unterschätzt werden: den Jungen. Dass diesmal fast 19.000 Jugendliche aus zehn Bundesländern ihre Ideen eingereicht haben, zeigt außerdem, wie präsent Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Fakenews im Alltag von Jugendlichen sind. Die Spannung steigt: Am 23. Juni 2026 werden die Bundespreise in Berlin vergeben – mit Live-Einblicken auf Instagram können auch Daheimgebliebene mitfiebern. Besonders herausgestellt wurden Beiträge, die das diesjährige Motto 'Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!' ernst nahmen und Lösungen entwickelten, wie man Gerüchte entlarven und mit belegbaren Informationen Veränderungen anstoßen kann. Gerd Vetter aus der Kultusministerkonferenz würdigte diesen kritischen Geist und das Engagement, wirklich etwas zu bewegen. Wertschätzung gibt es nicht nur symbolisch, sondern auch finanziell: Über 50.000 Euro gehen an die besten Beiträge. Besonders spannend dieses Jahr: Neben unabhängigen Expertinnen saßen erstmals auch junge Menschen selbst in der Jury. Für die Anerkennung vor Ort sorgen Regionalpreise und Sonderpreise für Lehrkräfte, die den Funken der globalen Verantwortung in ihren Klassenzimmern weitertragen. Hinter dem Wettbewerb stehen neben Engagement Global zahlreiche Unterstützer aus NGOs, Medien und Bildung. Die prämierten und nominierten Projekte sowie weitere Infos gibt es online – Details dazu und Links finden Interessierte im Anhang dieses Beitrags.
Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik 'alle für EINE WELT für alle' hat erneut beeindruckend gezeigt, wie engagiert und kreativ Deutschlands Schüler*innen sich globalen Herausforderungen widmen. Im Vordergrund der diesjährigen Runde stand das Thema Desinformation – mit besonderem Augenmerk auf die Vermittlung von Medienkompetenz und kritischem Denken, was inzwischen als zentrale Schlüsselkompetenz für die junge Generation betrachtet wird. Neuere Debatten thematisieren zudem, wie Schulen noch stärker auf gesellschaftliche Polarisierung oder Manipulation im digitalen Raum reagieren können. Ergänzend berichten verschiedene Medien, dass Wettbewerbe wie dieser als Katalysator für schulische Projektarbeit dienen: Sie wirken in den Unterricht hinein, machen aus Schülerinnen und Schülern Multiplikatoren und sorgen dafür, dass globale Themen lokal diskutiert werden. Die Zahl der Einreichungen bleibt konstant hoch und zeigt laut zitierten Bildungsexpert*innen, wie bedeutsam Schülerbeteiligung inzwischen für Politik und Gesellschaft ist. Neben bundesweiten Ehrungen gibt es wachsende Bestrebungen vieler Bundesländer, eigene Akzente durch zusätzliche Preise zu setzen. In Bildungsdebatten wird die Rolle von Schulprojekten gegen Fake News und Populismus immer wichtiger, da Politik und Schule gemeinsam nach Wegen suchen, junge Menschen gegen gezielte Desinformation zu stärken.