EDEKA-Verbund: Selbstständige Kaufleute treiben Wachstum im Geschäftsjahr 2025 kräftig an

Hamburg – Im herausfordernden Wirtschaftsjahr 2025 kann sich der EDEKA-Verbund erneut als verlässlicher Riese im deutschen Lebensmittelhandel behaupten. Trotz eines spürbaren Gegenwinds beim Konsum erzielte der Verbund ein Umsatzplus von 2,7 Prozent und erreichte 77,3 Milliarden Euro. Besonders hervorstechend: Die rund 3.200 eigenständigen EDEKA-Kaufleute bleiben begehrte Wachstumslokomotiven mit Erlösen von 42,7 Milliarden Euro, während auch Netto Marken-Discount sowie innovative Digitalkonzepte das Gesamtbild abrunden.

heute 11:51 Uhr | 3 mal gelesen

Unabhängige Kaufleute im Fokus

EDEKA bleibt auch 2025 auf Kurs, und zwar dank seiner Unternehmer:innen vor Ort. Mit Blick auf Zahlen und Hintergründe überrascht vor allem eins nicht: Die deutschlandweit knapp 3.200 selbstständigen EDEKA-Kaufleute liefern weiterhin den größten Teil der Einnahmen – 42,7 Mrd. Euro und satte 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Netto Marken-Discount überzeugt mit einem Plus auf 17,9 Mrd. Euro, während auch andere Formate wie trinkgut und NATURKIND zulegen. Dass Picnic als Online-Lieferdienst wächst, passt ins Bild: Der digitale Lebensmittelhandel nimmt Fahrt auf, aber mal ehrlich – so eine Brötchentüte direkt an die Haustür bringt schon Bequemlichkeit.

Zum Stichtag 2025 standen 10.871 Lebensmittelmärkte im Verbund – darunter 5.629 EDEKA-Märkte in Eigenregie und 4.433 Netto-Filialen. 247 neue Standorte, 450 Modernisierungen allein bei Netto und eine wachsende Verkaufsfläche auf nun 12,5 Mio. Quadratmeter sprechen für den Ehrgeiz der Gruppe. Bemerkenswert: 87 Gründer:innen wagten den Sprung in die Selbstständigkeit, 68 Märkte wurden an Kaufleute übergeben. Nicht jedes Experiment funktioniert gleich beim ersten Mal, aber das ist ja gerade Mittelstand: Mut zeigen und selbst anpacken.

Starke Investitionen und Ausbildung

2,6 Milliarden Euro flossen 2025 in Deutschland in Modernisierung, Digitalisierung, Logistik und die Stärkung der Eigenproduktion – und das mit Blick auf’s große Ganze: Für 2026 stehen sogar 2,9 Milliarden auf dem Plan. Besonders fiel auf, dass die Zahl der eigenen Verarbeitungsbetriebe für Backwaren oder Fleisch auf 43 gestiegen ist. Das sorgt für mehr Kontrolle und Flexibilität. Ach, und mal ganz pragmatisch betrachtet: Mit über 417.500 Angestellten und fast 21.000 Auszubildenden bleibt EDEKA nicht nur ein Fels in der Branche, sondern auch bei den Arbeitsplätzen absolut spitze.

Kundengewinnung zwischen Preis und Digitalem

Angesichts hoher Markenpreise greifen viele Menschen lieber zu Eigenmarken. Die Herzstücke-Linie wird betont, nicht nur als preislich attraktiv, sondern auch in Sachen Qualität. Praktisch: Im März 2026 waren die Warenkörbe bei EDEKA und Netto sogar günstiger als im Vorjahr. Für Smarte – also Menschen, die gerne Punkte sammeln – ist Payback jetzt auch bei EDEKA-Geschäften nicht mehr wegzudenken, fast jeder zweite Kassiervorgang läuft über die Payback-Karte. Dazu gibt es die erweiterte EDEKA-App mit personalisierten Angeboten – ob’s immer den Nagel auf den Kopf trifft oder manchmal nervt, hängt vom Alltag ab.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement

Klimaschutz ist Pflicht, nicht Kür: EDEKA verpflichtet sich, Emissionen bis 2045 um 90 Prozent zu senken und pusht Projekte für nachhaltigere Landwirtschaft etwa bei Bananen oder Zitrusfrüchten. Wer hätte gedacht, dass sogar der DFB jetzt bei EDEKA einkauft? Seit April 2025 ist EDEKA offizieller Ernährungspartner der Nationalmannschaft, flankiert schon länger Olympia-Athlet:innen und stärkt, gewissermaßen als Lebensmittel-Sponsor, den Sport. Weitere Zahlen und Details gibt’s im Geschäftsbericht.

Der EDEKA-Verbund konnte trotz der allgemein schwachen Konsumstimmung und der Konkurrenz durch Discounter im Jahr 2025 robuste Wachstumszahlen präsentieren, getragen vor allem vom selbstständigen Einzelhandel, der den Großteil des Umsatzes ausmacht. Das Investitionsprogramm in Digitalisierung, Logistik sowie Nachhaltigkeit wurde gezielt ausgebaut; EDEKA setzt weiterhin auf die Stärkung regionaler Unternehmer:innen und vertikale Integration, was sowohl Arbeitsplätze sichert als auch neue Marktchancen schafft. Auch aktuelle Berichte zeigen, dass EDEKA mit neuen digitalen Konzepten (z. B. Kassen ohne Personal in Pilotmärkten) und einem weiterhin starken Engagement zur CO₂-Reduktion sowie einer aktiven Rolle in der Ernährungsbildung für Kinder und Jugendliche sein Profil schärft. Zudem reagierte der Verbund flexibel auf veränderte Einkaufsgewohnheiten, etwa durch eine Ausweitung des Online-Lieferdienstes Picnic aufgrund wachsender Nachfrage nach bequemer Versorgung. Darüber hinaus gehen Analysten davon aus, dass der Markt für Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland 2025 ruhig bleibt, während EDEKA von seiner regionalen Verankerung profitiert und sich gezielter gegen internationale Konkurrenz behauptet.

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