Schwedt: Beschäftigung in der Raffinerie bis Ende 2026 gesichert

Die Bundesregierung verlängert die Jobgarantie für das Schlüsselunternehmen PCK Schwedt um weitere sechs Monate, sodass die Sicherheit für Beschäftigte nun bis Ende 2026 gilt.

heute 13:22 Uhr | 2 mal gelesen

Ehrlich gesagt: In so unsicheren Zeiten ist jede Nachricht, die etwas Beständigkeit zusichert, fast schon ein kleines Wunder – zumindest für die Menschen in Schwedt. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) brachte persönlich die Verlängerung der Beschäftigungssicherheit vorbei, als würde sie einen symbolischen Rettungsring überreichen. Klar, es geht nicht nur um Jobs. Es geht um viel mehr: Die Zukunft eines ganzen Landstrichs, industrielle Stabilität und – nicht zu vergessen – die Energieversorgung weit über Brandenburg hinaus. Während sich die Bundesregierung um neue Impulse und Investitionen bemüht, steht für Brandenburgs Ministerpräsidenten Woidke (SPD) die enge Verzahnung aller Akteure im Vordergrund: Nur gemeinschaftlich, wenn alle an einem Strang ziehen – Unternehmen, Beschäftigte, Politik – lässt sich die Versorgungslage sichern. Besonders brenzlig bleibt allerdings die Grundversorgung mit Öl, nachdem erst Kasachstan und davor schon Russland als Lieferanten weggebrochen sind. Ein Großteil des Sprits für Berlin und den Nordosten läuft immer noch über Schwedt. Die Unsicherheit bleibt, selbst wenn die Garantie jetzt erst einmal steht.

Die PCK-Raffinerie kämpft schon länger mit existenziellen Schwierigkeiten. Aktuell ist der Standort mit dem Ausfall der Ölversorgung via Kasachstan und zuvor Russland gefordert, was die Energieversorgung im Osten Deutschlands nachhaltig gefährdet. Mit der Verlängerung der Arbeitsplatzsicherheit versucht die Politik, Zeit für strukturelle Veränderungen und Investitionen zu gewinnen. Aktuelle Recherchen zeigen, dass das regionale Bangen weiterhin groß ist – überzeugt sind weder Belegschaft noch Bevölkerung von einer echten Lösung. Die Politik setzt auf Gespräche mit Polen und alternative Importwege. Parallel gibt es Überlegungen, den Standort weiterzuentwickeln, unter anderem im Kontext grüner Energie (vgl. z. B. www.handelsblatt.com und Artikel auf www.faz.net und www.spiegel.de, Stand: Juni 2024).

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