Eigentlich ist das ja immer so eine Sache mit Umfragen. Aber die Zahlen, die das Institut Insa für die „Bild am Sonntag“ ermittelt hat, sprechen schon recht deutlich. Bundeskanzler Friedrich Merz behauptet, der Großteil der Probleme rund um Migration sei inzwischen geregelt – doch nur elf Prozent der Teilnehmenden unterschreiben das so direkt. Ganze 78 Prozent sind da anderer Meinung, und selbst bei den Wählern der Union ist die Zustimmung überschaubar. Ein typischer Fall von: Politiker reden, Bevölkerung zuckt mit den Schultern oder runzelt die Stirn.
Was Arbeitsministerin Bärbel Bas auf den Tisch bringt, wird kaum positiver aufgenommen. Sie sagt, dass niemand ins deutsche Sozialsystem einwandere – aber nur jeder Fünfte stimmt ihr zu. Über die Hälfte der Befragten lehnt diese Sichtweise ab. Die Fronten sind auch bei den SPD-Fans gespalten: Gerade mal 35 Prozent schenken Bas Glauben, während 45 Prozent widersprechen. Eine Restgruppe bleibt skeptisch oder will sich nicht festlegen, was bei so komplexen Themen nicht weiter verwundert.
Für den kurzen Kontext: Die Befragung fand am 7. und 8. Mai 2026 unter etwas mehr als tausend Teilnehmenden statt. Selbst wenn man Umfragen nicht überbewerten sollte: Es bleibt der Eindruck, dass Vertrauen in politische Migrationseinschätzungen zumindest derzeit nicht gerade Hochkonjunktur hat.
Die jüngste Insa-Umfrage im Auftrag der 'Bild am Sonntag' zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung zentralen Aussagen der Spitzenpolitiker Friedrich Merz und Bärbel Bas zur Migrationspolitik widerspricht. Während nur etwa ein Zehntel der Befragten die Ansicht von Merz teilt, dass die meisten Migrationsprobleme gelöst seien, sind es 78 Prozent, die dies ablehnen. Ähnlich skeptisch sehen es die Menschen bei der Aussage von Bas, dass niemand in die Sozialsysteme einwandere – auch hier gibt es mehr Ablehnung als Zustimmung, was ein grundsätzliches Misstrauen in politische Einschätzungen zur Migration unterstreicht.
Recherchen ergeben, dass diese Grundskepsis auch in Medienkommentaren reflektiert wird. Viele politische Diskussionen zur Migration sind weiterhin stark polarisiert, und fehlende oder widersprüchliche Datengrundlagen beeinträchtigen das Vertrauen zusätzlich. Die aktuelle Debatte ist zudem von wirtschaftlichen Unsicherheiten, sozialen Ängsten und populistischen Argumentationsmustern geprägt, was eine sachliche Annäherung erschwert.