Die Diskussion um den aktuellen Stand der Gasspeicher in Deutschland entzündet sich immer wieder, vor allem mit Blick auf die Versorgungssicherheit für kommenden Winter. Zwar ist das Speichern von Gas nach wie vor von zentraler Bedeutung – insbesondere für den industriellen Sektor und für Privathaushalte –, aber die aktuelle Infrastruktur (inklusive neuer LNG-Terminals) erlaubt es, gelassener zu bleiben. Neuere Medienberichte zeigen, dass die Speicherfüllstände mit knapp 70 Prozent im Mai 2024 dem Median der letzten Jahre entsprechen und Experten keine akute Bedrohung fürchten; auch das Bundeswirtschaftsministerium nimmt die Sorge aus der Bevölkerung ernst, sieht aber aufgrund veränderter Rahmenbedingungen keinen Anlass zu Aktionismus. Recherchen: - Nach neuesten Zahlen des Verbandes der europäischen Gasinfrastrukturbetreiber (GIE) lagen die Speicherfüllstände in Deutschland Mitte Mai bei rund 69 %, was im internationalen Vergleich sehr hoch ist. Die milden Temperaturen und die hohe Einspeisefähigkeit durch LNG-Terminals entlasten die Situation. - Die Bundesregierung hat neue Regelungen für Mindestfüllstände eingeführt, die zumindest breite Grundsicherheit verschaffen und die Gasspeicher-Betreiber in die Pflicht nehmen. - Diskussionen in der Energiebranche kreisen darum, dass das relativ niedrige Gashandels-Preisniveau aktuell für zusätzliche Käufe genutzt werden kann, um entspannter in die spätere Füllsaison zu starten.
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