Schulze signalisiert Bereitschaft zu TV-Duell gegen AfD-Konkurrenz

Sven Schulze, der CDU-Ministerpräsident aus Sachsen-Anhalt, stellt in Aussicht, sich dem AfD-Bewerber Ulrich Siegmund in einem TV-Duell zu stellen.

heute 06:57 Uhr | 4 mal gelesen

„Mir macht ein TV-Duell nichts aus, wirklich nicht“, so Schulze gegenüber der Funke-Mediengruppe. Von der AfD und speziell von Siegmund kämen kaum zukunftsfähige Ideen für Sachsen-Anhalt, sondern vor allem populistische Parolen. Diese „leeren Versprechen“ wolle Schulze im Rahmen von öffentlichen Debatten, notfalls live im Fernsehen, herausfiltern und kontern. Allerdings hält er den Zeitpunkt aktuell noch für ungeeignet; Wahlkampfformate wie solche Duelle sieht er eher im Spätsommer, wenn der Wahltag am 6. September näher rückt. Gerade die wirtschaftspolitischen Ansätze der AfD sieht Schulze kritisch. „Wer behauptet, mit rigorosen Abschiebungen löst man die Probleme, der verschließt die Augen vor dem Fachkräftemangel – dann könnten wir gleich mehrere Krankenhäuser dichtmachen“, betont er. Im Parlamentsalltag begegnet Schulze Siegmund professionell, bleibt aber auf Distanz: Er begrüße jeden Abgeordneten, sehe jedoch keinen Anlass, privat näher in Kontakt zu treten. Zur Regierungsbildung bezieht Schulze klar Stellung: Weder AfD- noch Linke-Politiker würden einen Kabinettsposten bekommen, und auf Unterstützung durch Minderheitsregierungen wolle er ebenfalls verzichten. Die kommende Wahl solle nicht zu einem Denkzettel für die Bundesregierung in Berlin ausarten. Viel entscheidender sei laut Schulze die Zukunft Sachsen-Anhalts – und dabei wolle er sich nicht von Parteivorgaben aus Berlin bremsen lassen. Sein erklärtes Ziel: Die Interessen des kleinen Bundeslandes auch in der großen Hauptstadtrunde kraftvoll vertreten.

Schulze sieht ein mögliches TV-Duell mit Siegmund sportlich: Populismus und einfache Parolen will er öffentlich entlarven, auch wenn die heiße Phase des Wahlkampfs noch auf sich warten lässt. Er grenzt sich klar von jeglicher Kooperation mit AfD oder Linkspartei ab, betont die Schwierigkeit von Minderheitsregierungen und mahnt, die Landtagswahl solle keine Protestnote gegen die Bundespolitik werden. Neueste Recherchen zeigen: Die AfD erlebt in Sachsen-Anhalt Umfragehochs, während die CDU unter fortwährendem Druck steht – etliche Stimmen sagen dem Wahlkampf eine zugespitzte Polarisierung voraus.

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