Sprunghafte Erzeugerpreise im Mai: Industrieprodukte legen zu

Im Mai 2026 kletterten die Preise für gewerbliche Erzeugnisse um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – so kräftig wie zuletzt vor drei Jahren.

heute 08:17 Uhr | 1 mal gelesen

Kaum blinzelte man einmal zur Seite, prasselten neue Zahlen vom Statistischen Bundesamt herein: Im Mai 2026 haben sich die Erzeugerpreise für die Industrie wieder ordentlich nach oben bewegt – um 2,2 Prozent im Vergleich zum Mai 2025. Ob das jetzt Freude oder Stirnrunzeln auslöst, hängt sicher stark davon ab, von welcher Seite man drauf schaut. Am stärksten zogen die Preise für Vorleistungsgüter an – satte 4,2 Prozent mehr, und selbst Energie verteuerte sich um 2,5 Prozent. Parallel kletterten auch Investitions- sowie Gebrauchsgüter um jeweils zwei Prozent. Kurioserweise wurden gerade Verbrauchsgüter, also genau das, was täglich auf dem Einkaufszettel landet, günstiger (minus 1,7 Prozent). Ohne Energieeinfluss lag der Preisanstieg mit 2,3 Prozent sogar leicht höher – was aufhorchen lässt.

Interessanterweise gingen die Energiepreise zwar im Vergleich zum Vorjahr hoch, fielen aber von April auf Mai leicht (minus 0,4 Prozent). Besonders auffällig: Produkte aus Mineralöl kosteten im Vorjahresvergleich 34,9 Prozent mehr, aber im Monatsvergleich weniger – vielleicht ein Hinweis auf schleppende Auswirkungen geopolitischer Konflikte, zum Beispiel im Iran oder Nahen Osten. Während Gas und Strom günstiger wurden, explodierten die Preise bei Metallen und Chemiekalien, wobei Edelmetalle und Düngemittel den Vogel abschossen. Manche Rohstoffe, wie Schnittholz oder Pellets, wurden teurer, wogegen Papier, Futtermittel oder Lebensmittel sanken. Beispielsweise ist Butter regelrecht abgestürzt: 40 Prozent unter Vorjahr! Wer das in seiner Frühstücksrechnung merkt? Man ahnt es kaum. Nach Recherchen aktueller Artikel bleibt die Debatte um Energiepreisschwankungen angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und Änderungen im internationalen Handel offen. Dazu mischt sich Branchenkritik an möglichen Preisübertreibungen und Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung – etwa wie sehr die Entspannung an den Energiemärkten beim Endverbraucher wirklich ankommt.

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