Interessanterweise gingen die Energiepreise zwar im Vergleich zum Vorjahr hoch, fielen aber von April auf Mai leicht (minus 0,4 Prozent). Besonders auffällig: Produkte aus Mineralöl kosteten im Vorjahresvergleich 34,9 Prozent mehr, aber im Monatsvergleich weniger – vielleicht ein Hinweis auf schleppende Auswirkungen geopolitischer Konflikte, zum Beispiel im Iran oder Nahen Osten. Während Gas und Strom günstiger wurden, explodierten die Preise bei Metallen und Chemiekalien, wobei Edelmetalle und Düngemittel den Vogel abschossen. Manche Rohstoffe, wie Schnittholz oder Pellets, wurden teurer, wogegen Papier, Futtermittel oder Lebensmittel sanken. Beispielsweise ist Butter regelrecht abgestürzt: 40 Prozent unter Vorjahr! Wer das in seiner Frühstücksrechnung merkt? Man ahnt es kaum. Nach Recherchen aktueller Artikel bleibt die Debatte um Energiepreisschwankungen angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und Änderungen im internationalen Handel offen. Dazu mischt sich Branchenkritik an möglichen Preisübertreibungen und Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung – etwa wie sehr die Entspannung an den Energiemärkten beim Endverbraucher wirklich ankommt.