Mit fast drei Millionen Übernachtungen pro Jahr bleibt Kärnten das Nonplusultra unter Österreichs Campingregionen. Das verdankt das südliche Bundesland neben den bekannten Postkartenlandschaften und den oftmals erstaunlich warmen Seen vor allem der Gastfreundschaft, die hier nicht nur als bloßes Touristensprech daherkommt. Mittlerweile erfindet sich Kärnten zudem neu: Statt bloßem Campingplatz-Idyll setzt die Tourismuswerbung nun auf kreative Formate, die Menschen und Erlebnisse zusammenbringen.
Ein herausragendes Beispiel dafür: Das Festival 'Gates of Summer', das ideal auf den Frühsommer zielt. Während andernorts erst an Saisoneröffnung gedacht wird, wird rund um den Faaker See schon Gemeinschaft gefeiert. Von sportlichen Chill-outs bis Hunde-Action (Stichwort: 'Fellival') und abenteuerlustigen Van-Reisenden – das Programm lässt niemanden kalt, der Camping mehr als das Parken seines Vans in der Natur versteht. Trotz all dem Eventtrubel bleibt das eigentliche Campinggefühl erhalten – dieses diffuse Gemisch aus Freiheit, leichtem Chaos und dem Versuch, die Einfachheit irgendwie auszukosten.
Interessant übrigens: Das Festival ist nicht einfach Werbung, sondern tatsächlich gelebte Einladung, mitzudenken, mitzumachen, sich auszuprobieren. Man trifft auf die bunte Szene der Vanlifer und Nomad:innen, aber auch auf frisch gebackene Campingfamilien – die Grenze verwischt. Und der Hund darf sogar mit ins Rampenlicht, was auf traditionellen Campingplätzen ja immer noch heiß diskutiert wird.
Peter Dräger von Vans&Friends erzählt dazu, Kärnten weite seinen Campingradius Richtung Süden aus – Alpen-Adria inklusive. Gleichzeitig will man nicht weniger als einen modernen Campinggedanken pushen: locker, offen, aber mit Qualität und Nachhaltigkeit im Blick.
Für die Touristiker:innen ist das alles ein Glücksfall: Der Campingtourismus ist mit einem Viertel der Sommer-Gesamtnächtigungen ein echter Motor für den Kärntner Tourismus. Letztes Jahr ein Rekord – über 470.000 Ankünfte. Klaus Ehrenbrandtner von Kärnten Werbung spricht denn auch ohne falsche Zurückhaltung davon, dass Camping nicht mehr bloß Nische, sondern Zugpferd und Image-Baustein für die Zukunft geworden ist.
Kurz gesagt: Die neue Campingsaison ist für Kärnten mehr als Sand, Wasser und Sonnenuntergang – es ist der Versuch, Camping neu zu denken und dabei gleich ein Stück Identität neu zu erfinden.
Das Gates of Summer Festival am Faaker See interpretiert Camping in Kärnten als Gemeinschaftserlebnis neu und setzt dabei konsequent auf Trends wie Nachhaltigkeit, Vanlife und Hundereisen. Kärnten festigt so seine Stellung als Top-Campingregion Österreichs und spricht nicht nur klassische Campinggäste, sondern auch jüngere Zielgruppen an, die auf Individualität und Outdoor-Abenteuer Wert legen. Aktuelle Nachrichtenportale berichten, dass der andauernde Camping-Boom in Europa, gerade angesichts der wirtschaftlichen Lage und wachsender Sehnsucht nach naturnahen Reisen, weiterhin frischen Schwung in die Branche bringt. Die Nachfrage nach nachhaltigen, flexiblen Reiseformaten steigt laut DW und Süddeutscher Zeitung deutlich an, während taz auf kreative Formen des Gemeinschaftsreisens im Van und die zunehmende Popularität bei jüngeren Generationen verweist. Überdies berichten tourismusnahe Medien, dass Events mit Fokus auf Tierfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Community-Aspekten ausschlaggebend für die Attraktivität neuer Campingdestinationen seien – wie aktuell am Faaker See anschaulich umgesetzt.