Steigende Energiepreise: Mehrheit der Deutschen fordert staatliche Hilfe

Mit Blick auf die anziehenden Energiepreise, ausgelöst durch Konflikte im Nahen Osten, wünscht sich die große Mehrheit der Menschen in Deutschland, dass die Regierung entlastend eingreift.

heute 00:04 Uhr | 2 mal gelesen

Laut einer aktuellen Erhebung von Forsa im Auftrag des 'Stern' sowie RTL würden es satte 77 Prozent der Deutschen begrüßen, wenn die Regierung einschreitet, sollten die Preise für Gas und Öl weiter klettern – oder sich auf hohem Niveau einpendeln. Nur ein gutes Fünftel (22 Prozent) sieht in Maßnahmen aus Berlin keinen Sinn, und ein paar Unentschlossene (1 Prozent) gibt es auch. Besonders gefragt wären ganz konkrete Hilfen – Stichwort: Preisdeckel bei Kraftstoffen oder niedrigere Steuern auf Sprit. Interessant: In Ostdeutschland (86 Prozent) und bei Menschen mit wenig Geld (87 Prozent) scheint das Bedürfnis nach Unterstützung besonders groß. Politisch betrachtet: Wer sich der Linken (90 Prozent) oder der AfD (95 Prozent) zugehörig fühlt, vertraut weit überdurchschnittlich auf den Staat als Preisdämpfer. Bei Grünen-Anhängern fällt der Zuspruch mit 56 Prozent hingegen eher verhalten aus.
Die Ursache liegt auf der Hand: Die Spannung rund um Iran und den gesamten Nahen Osten macht die globale Energiebranche nervös. Schon Gerüchte über Blockaden – etwa der Straße von Hormus – reichen, um die Preise für Öl und Gas nach oben zu treiben. Sollte sich diese Lage weiter zuspitzen, könnten auf Deutschland bitterere Zeiten zukommen: Autofahren, Heizen, beinahe alles wird teurer. Nicht nur Privatverbraucher schlucken dann – auch für ciertas Industriebranchen mit hohem Energiehunger wächst der Kostendruck. Für die Politik in Berlin heißt das schlicht: Schnell Rezepte parat haben, sonst hagelt es Kritik von allen Seiten.

Die Nachfrage nach staatlichen Eingriffen zum Ausgleich der steigenden Energiepreise ist besonders bei Ostdeutschen und einkommensschwachen Gruppen hoch, während sich politisch deutliche Unterschiede zeigen: Linke und AfD plädieren weitgehend geschlossen für Maßnahmen, Grüne sind zurückhaltender. Die Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten durch die angespannte Lage im Nahen Osten treibt die Preise an, was nicht nur Privathaushalte belastet, sondern auch energieintensive Industriezweige in Deutschland gefährdet. Angesichts dieser Dynamik steigt laut verschiedenen Medien der Druck auf die Bundesregierung, effektive und gerechte Entlastungskonzepte zu finden.

Ergänzende Recherche: Auch die Diskussion um eine mögliche Reaktivierung der Strompreisbremse ist zuletzt wieder aufgekommen, wie mehrere Medien berichten. Experten warnen davor, dass kurzfristige Preisbremsen die Anreize für den Energiesparsamkeit mindern könnten, während Verbraucherschützer auf schnelle Hilfen pochen. Die Bundesregierung prüft derweil verschiedene Modelle von Steuererleichterungen bis hin zu gezielten Zuschüssen für besonders betroffene Haushalte, bleibt aber bisher unkonkret.

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