Die steuerliche Bevorzugung großer Unternehmensvermögen bei Erbschaften und Schenkungen nutzt vor allem minderjährigen Empfängern, wie neue Daten zeigen. 2024 wurden 11,1 Milliarden Euro auf diesem Weg weitergegeben, davon 43 Prozent an Personen bis 17 Jahre. Die Kritik ist nicht neu, aber die geringe Besteuerung – teilweise fast bei Null – und die politische Diskrepanz zwischen öffentlichen Forderungen und tatsächlich beantworteten Fragen werfen alte und neue Ungleichheitsfragen auf. Um die politische Dimension zu beleuchten: In aktuellen Medienberichten wird betont, dass die SPD zwar lautstark für eine gerechtere Erbschaftsteuer eintritt, der zuständige Finanzminister aber in der konkreten Umsetzung zögert oder Schlüsselthemen aussitzt. Die Konsequenz: Die öffentliche Debatte um Steuergerechtigkeit flammt erneut auf und legt den Finger in die Wunde struktureller Privilegierung in Deutschland. Darüber hinaus berichten mehrere Medien, dass die Steuerregeln für Familienunternehmen als Schlupfloch für die Reichen gesehen werden und Reformen bislang ins Stocken geraten sind. Dies zeigt die andauernde Brisanz und Unzufriedenheit mit der aktuellen Gesetzeslage.
heute 10:28 Uhr