Studie zeigt: Klimawandel erhöht weltweit Stromausfallrisiko

Der globale Temperaturanstieg sorgt dafür, dass Stromausfälle in mehreren Ländern zunehmen – besonders an heißen Tagen.

heute 09:13 Uhr | 3 mal gelesen

Neue Erkenntnisse des europäischen Forschungsnetzwerks 'Econpol', veröffentlicht am Dienstag, bringen besorgniserregende Zahlen: Über einen Zeitraum von zehn Jahren wurden Stromausfälle im Versorgungsnetz von Deutschland, Australien, Brasilien, China und Mexiko analysiert. Auffällig: Während im Winter die Ausfälle in Deutschland noch relativ selten sind, schnellen sie im Hochsommer, etwa im Juli, nach oben – ein Plus von stolzen 53 Prozent gegenüber dem Dezember. Naturereignisse wie der Sturm Niklas 2015 hinterließen an nur einem Tag fast 1.900 Ausfälle. Der Hauptgrund: Hitzewellen, heftige Sommergewitter und stärkere Stürme setzen dem deutschen Stromnetz ordentlich zu, betont Filippo Pavanello vom Ifo-Institut. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland dennoch vorne, was Versorgungssicherheit angeht – Ausfälle dauern hier durchschnittlich 1,5 bis 2 Stunden, während in China einzelne Ausfälle bis zu 73 Stunden andauern können. Wachsende Vernetzung im europäischen Stromnetz sorgt einerseits für mehr Ausgleichsmöglichkeiten, andererseits wachsen damit auch die Risiken für grenzüberschreitende Kettenreaktionen. Um vorbereitet zu sein, sind laut den Autor:innen nicht nur technischer Netzausbau, sondern auch gute Absprachen, Standards und ein schneller Informationsfluss entscheidend. Was aber, wenn ein einziger Fehler das System lahmlegt? Kein ganz beruhigender Gedanke.

Der Klimawandel führt zu häufigeren und intensiveren Wetterextremen wie Hitzewellen, Gewittern und Stürmen, die besonders im Sommer die Stromversorgung vieler Länder zunehmend belasten. Deutschland schneidet im internationalen Vergleich bei der Versorgungssicherheit noch recht gut ab, jedoch steigen die Risiken durch klimabedingte Extremsituationen und die engere Vernetzung der Netze, wodurch einzelne Störungen schneller größere Ausbreitung finden können. Ergänzende Recherchen in aktuellen Medien zeigen, dass sich auch Energiewirtschaft, Regierung und Forschung verstärkt auf Resilienzstrategien, Notfallpläne und den Ausbau erneuerbarer Energien konzentrieren, um die Versorgungsstabilität angesichts fortschreitender Klimaunwägbarkeiten aufrechtzuerhalten.

Schlagwort aus diesem Artikel