Thorsten Frei betont Verantwortungsbewusstsein bei Rentenpaket: Appell an den Unionsnachwuchs

Nach hitzigen Diskussionen im Koalitionsausschuss über die Rentenreform richtet Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) einen eindringlichen Appell an die jüngeren Abgeordneten der Union. Sie sollen genau abwägen, ob sie dem aktuellen Rentenkompromiss zustimmen – und dabei Verantwortung übernehmen.

heute 00:02 Uhr | 17 mal gelesen

In einem Interview mit der 'Rheinischen Post' wird Thorsten Frei deutlich: "Jetzt liegt ein Gesamtpaket auf dem Tisch, über das wir sorgfältig und umfassend urteilen müssen", betont der Kanzleramtsminister. Frei lobt die intensive, bisweilen zähe Arbeit der Verhandlerinnen und Verhandler. "Gerade die Kolleginnen und Kollegen der Jungen Gruppe sehen doch, mit welchem Ernst und welcher Gründlichkeit wir in den letzten Tagen die Gespräche, insbesondere auch mit den Sozialdemokraten, geführt haben", so Frei. Der Hintergrund: Nach monatelanger Uneinigkeit im Rentenstreit und zahlreichen Kontroversen hat der Koalitionsausschuss schließlich einen Kompromiss erzielt. Das Rentenpaket, das kommende Woche wie von der SPD verlangt ohne Änderungen im Bundestag verabschiedet werden soll, stößt nicht nur auf Begeisterung – vor allem jüngere Abgeordnete in der Union hegen Bedenken. Ihnen soll mit einer Art Zusatz-Antrag signalisiert werden: Ihre Kritik wird ernst genommen und soll im kommenden Jahr bei einer umfassenden Rentenreform erneut verhandelt werden.

Thorsten Frei drängt die Junge Gruppe der Unionsfraktion, sich ihrer hohen Verantwortung beim Votum über das neue Rentenpaket bewusst zu sein. Nach langen, intensiven Verhandlungen mit der SPD liegt nun ein Kompromiss vor, der kommende Woche im Bundestag verabschiedet werden soll, allerdings vorerst ohne Änderungen – Kritik soll in einer größeren Reform nächstes Jahr berücksichtigt werden. In der aktuellen Berichterstattung ist die Rentenfrage ein Dauerthema: Die Debatte reicht von grundsätzlicher Skepsis an nachhaltiger Finanzierung und Generationengerechtigkeit bis hin zu fachlichen Details wie Renteneintrittsalter oder die Beteiligung von Selbständigen, während parteiübergreifend ein gewisser Konsens herrscht, dass tiefere Reformen dringend für die Zukunftssicherung notwendig sind (tatsächlich fordern auch Wirtschaft und Sozialverbände Nachbesserungen, und der gesellschaftliche Druck auf die Politik, an Lösungen zu arbeiten, wächst stetig).

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