Die Diskussion um die Zuständigkeit bei der Drohnenabwehr ist heftig entbrannt: Thüringens SPD-Innenminister Maier und der Grünenpolitiker von Notz fordern mit Nachdruck eine zentrale Kompetenz im Bundesinnenministerium. Die gegenwärtige Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern führt laut beiden zu ineffektiven Reaktionen und Sicherheitslücken, was vor allem in Anbetracht zunehmender hybrider Bedrohungen ein massives Problem darstellt. Zuletzt häufen sich Berichte über Drohneneinsätze, etwa an Flughäfen, Grenzübergängen oder bei Großveranstaltungen, bei denen nationale und internationale Akteure wie Russland offenbar gezielt Destabilisierung betreiben wollen. Die Bundesregierung plant, die Drohnenabwehr zu bündeln, indem Bundes- und Landespolizei enger kooperieren, unterstützt durch eine neue Spezialeinheit und ein zentrales Drohnenabwehrzentrum, das noch 2024 in Betrieb gehen soll. Aktuelle Recherchen unterstreichen die Dringlichkeit des Themas: So berichtete etwa die Süddeutsche, dass auch der Einsatz von KI zur Drohnenerkennung forciert wird und Bundespolizei wie Länder auf eine massive Verstärkung ihrer Technik setzen; gleichzeitig mahnt die FAZ, dass juristische Detailfragen – etwa zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und zu Eingriffsrechten bei zivilen Drohnenflügen – noch völlig offen sind; auf Spiegel Online wird ergänzt, dass internationale Zusammenarbeit etwa mit Frankreich und Polen bereits probiert wird, aber mangels klarer Kompetenzverteilung auf deutscher Seite regelmäßig ins Stocken gerät.