Spritpreise könnten in Deutschland explodieren: Experte warnt vor 2,60 Euro pro Liter

Unsichere internationale Entwicklungen lassen den Handelsexperten Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein alarmierende Spritpreis-Szenarien für Deutschland befürchten.

heute 10:22 Uhr | 5 mal gelesen

Eine längere Sperrung der Straße von Hormus – daran mag man gar nicht denken, was das an der Zapfsäule bedeuten würde. Gerrit Heinemann, der sich an der Hochschule Niederrhein bestens im Handel auskennt, prognostiziert jedenfalls üble Aussichten: Sollte dieser Engpass im Nahen Osten länger als ein paar Tage dauern, könne der Ölpreis blitzschnell auf 120 Dollar steigen; für Autofahrer hierzulande hieße das knallhart, dass der Benzinpreis auf deutlich über 2,30 Euro pro Liter flutscht. Bleibt die Meerenge gar einen Monat lang dicht, sieht Heinemann sogar die 2,60-Euro-Marke für E10 nahen – kein schöner Gedanke für Pendler oder Familienausflügler. Und Diesel? Der könnte binnen zwei Wochen auf etwa 2,20 Euro anziehen, mit dem Risiko einer Monatsblockade auch bis zu 2,50 Euro je Liter – und das von jetzt rund 1,70 bis 1,90 Euro. All das ist natürlich ein Schreckgespenst, aber, ach, angesichts globaler Spannungen vielleicht realistischer als uns lieb ist.

Gerrit Heinemann warnt deutlich: Werde die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des weltweit transportierten Erdöls fließt, für mehrere Wochen blockiert, könnten die Benzinpreise in Deutschland auf bis zu 2,60 Euro ansteigen – für E10 wohlgemerkt. Der Ölpreis könnte dann drastisch in die Höhe schießen, was spürbare Auswirkungen auch auf Diesel und sämtliche Logistikkosten hätte. Die Situation könnte sich zudem verschärfen, sollten geopolitische Spannungen die Rohöl-Versorgung dauerhaft stören. Ergänzende Informationen aus aktuellen Recherchen zeigen, dass allein schon kleinere Unsicherheiten auf den Weltmärkten oft für kurzfristige Preissprünge an deutschen Tankstellen sorgen. Nachhaltige Preissteigerungen – wie sie eine längere Blockade der Hormus-Meerenge auslösen würde – hätten erhebliche Folgen für Wirtschaft, Verkehr und Verbraucher. Bisher gibt es noch keine unmittelbare Gefahr für eine solche Sperrung, aber die Nervosität an den Rohstoffbörsen wächst mit jeder neuen Eskalation im Nahen Osten.

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