Tierische Premiere: Leipzigs Zoo eröffnet Asiens und Südamerikas Vogelparadiese
Leipzig – Was für ein farbenfrohes Spektakel zum Frühling: Mit den neuen, begehbaren Volieren "Loriversum" und "Amazonien" lädt der Zoo Leipzig seit dem 2. April 2026 dazu ein, in die lebendige Welt asiatischer und südamerikanischer Vögel einzutauchen. Über Monate hinweg gebaut, zu Kosten von rund 5,4 Millionen Euro, stehen diese Attraktionen genau dort, wo einst Sittiche, Pinguine und Bartaffen zuhause waren. Sie fügen sich bravurös in das Gesamtkonzept des Zoos ein und machen den Spaziergang durch Leipzigs Tierpark noch bunter.
heute 16:27 Uhr | 1 mal gelesen
Wer in Leipzig durch die neu eröffneten Volieren spaziert, gerät fast zwangsläufig ins Staunen – solche Flugakrobatik und Farbenpracht findet man sonst nur mit viel Glück in freier Wildbahn. Die Anlagen sind so angelegt, dass Besucher zwischen Südamerika und Asien hin und herwandern und dabei teilweise den Eindruck bekommen, selbst Teil der Vogelschwärme zu sein. In den Wochen nach der Eröffnung ziehen nach und nach weitere gefiederte Bewohner ein: Neben Grünflügelaras und Jamaikaamazonen werden die seltenen Forstenloris (Leitvögel des Loriversums) samt vieler Artgenossen erwartet. Was mir besonders auffällt: Jede Voliere ist liebevoll ihrer geografischen Herkunft nachempfunden. Es gibt versteckte Aussichtspunkte, Baumriesen und einen Flugraum mit zehn Metern Höhe – ein bisschen wie eine Dschungel-Dokumentation zum Anfassen.
Zoodirektor Prof. Junhold klingt regelrecht euphorisch, wenn er von dem Projekt spricht. Er sieht darin nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine Art Mahnmal: Viele der gezeigten Vögel sind bedroht oder in der Natur schon fast verschwunden. "Man fühlt sich mittendrin im Regenwald – und spürt, wie dringend Artenschutz ist", sagt er. Wer jetzt glaubt, alles sei perfekt geplant, irrt übrigens: Gerade bei der Eingewöhnung der Tiere wird improvisiert und angepasst. Eben wie im echten Leben. Insgesamt werden bald über 20 verschiedene Arten in den neuen Lebensräumen zu hören und zu sehen sein – darunter 300 Loris, über 30 große Papageien und Dutzende Sittiche.
Besonders schön: Im Loriversum sind bis zu 100 Forstenloris der Star, mit echtem Trubel. Das Amazonien-Areal hingegen begeistert mit einer "Hochzeitsvoliere" für Partner suchende Blaukehlaras – etwas, das man, ehrlich gesagt, so auch nicht überall findet. Passend zu den Osterferien erwartet Besucher noch mehr: kleine Events, Überraschungen und ein besonders lebendiges Zoo-Erlebnis. Leipzig Tourismus hilft bei der Buchung, falls jemand gleich das Wochenende dort verbringen will.
Die Eröffnung der Vogelwelten im Zoo Leipzig steht für eine willkommene Frischzellenkur des traditionsreichen Tierparks und setzt Maßstäbe – sowohl architektonisch als auch im Hinblick auf den Artenschutz. Während Zoos oft für ihre Tierhaltung kritisiert werden, zeigt Leipzig mit den neuen Volieren, dass Zoos Schutzorte und Bildungsstätten zugleich sein können. Die Verbindung aus modernem Tiererleben, großflächigen Lebensräumen und einem klaren Bekenntnis zum Artenschutz trifft den Geist der Zeit: Laut Medienberichten wächst in Deutschland das Bewusstsein für bedrohte Arten, und Besucher schätzen immer mehr das „hautnahe“ Erleben. Darüber hinaus wurde in verschiedenen aktuellen Artikeln hervorgehoben, dass Städte wie Leipzig zunehmend auf nachhaltigen Tourismus setzen, bei dem die Verknüpfung von Freizeit, Bildung und Umweltbewusstsein im Mittelpunkt steht. Das Vogelprojekt in Leipzig ist ein weiteres Beispiel dafür, wohin die Zukunft moderner Zoos steuert. Zusätzlich berichten mehrere Medien von einer wachsenden internationalen Aufmerksamkeit – etwa durch Kooperationen mit anderen Zoos und Naturschutzorganisationen, die sich ergänzend um den Schutz gefährdeter Vögel kümmern.