Union Berlin ringt VfB Stuttgart ein spätes Unentschieden ab

Am 18. Spieltag der Bundesliga bewies Union Berlin erneut Stehvermögen und glich gegen den VfB Stuttgart in letzter Minute aus – das schon dritte Mal in Folge punkten sie durch späte Tore.

heute 17:32 Uhr | 4 mal gelesen

Es ist manchmal ein Glück, dass Fußballer keine Hellseher sind – sonst hätte Union Berlin vermutlich aufgegeben, als Chris Führich den VfB Stuttgart in der 59. Minute verdient in Führung brachte. Die Schwaben dominierten das Geschehen über große Strecken, aber das ist bekanntlich keine Erfolgsgarantie. Gerade Union hatte in den vergangenen Partien schon mehrfach bewiesen, wie viel Energie sie in den Schlussminuten noch mobilisieren können. Und so verwandelte Woo-Yeong Jeong in der 83. Minute, nach schönem Zuspiel von Stanley Nsoki, die leise Verzweiflung der Stuttgarter in spürbare Nervosität. Übrigens verzichtete Jeong, der bis letzten Sommer noch selbst das Trikot des VfB trug, auf den obligatorischen Torjubel – eine kleine, feine Geste, die in der heutigen Fußballwelt selten geworden ist. In den hektischen Schlussmomenten wäre für die Berliner sogar noch mehr drin gewesen: Oliver Burke hatte mit einem Kopfball die Gelegenheit zum Siegtreffer, setzte den Ball allerdings über das Tor. So blieb es beim 1:1, das Stuttgart schmerzt – denn der Sprung auf Platz zwei bleibt erstmal ein schöner Traum. Union Berlin hingegen wird sich vermutlich wundern, wie oft sie in dieser Saison schon kurz vor Abpfiff zurückgekommen sind. Ob das reiner Zufall, mentale Stärke oder einfach eine Prise Glück ist – da kann man trefflich drüber streiten. Jedenfalls sorgen die Schlussphasen der Unioner derzeit fast regelmäßig für erhöhten Puls bei Fans und Gegnern.

Union Berlin holt beim VfB Stuttgart einen Punkt, obwohl die Schwaben das Spiel lange kontrollierten. Erneut ist es ein spätes Tor, diesmal von Woo-Yeong Jeong, das die Berliner jubeln lässt – und das gegen seinen Ex-Klub. Auch wenn der Ausgleich eher schmeichelhaft wirkt, zeigt Union damit zum wiederholten Male, dass sie sich nie kampflos geschlagen geben. Ergänzend dazu wurde berichtet, dass sowohl Trainer wie auch Fans die mentale Widerstandskraft der Berliner lobten. Zeitgleich zeigte sich, dass der VfB Stuttgart trotz guter Leistungen die Chancenverwertung und gelegentliche Konzentrationsprobleme in der Schlussphase weiter beschäftigen werden. Medien betonen außerdem, dass Unions jüngste Serie an späten Treffer keine reine Glückssache ist, sondern strategische Anpassungsfähigkeit und einen enormen Konkurrenzgeist widerspiegelt. Inzwischen scheint es ein Markenzeichen der Mannschaft zu werden, in der Schlussviertelstunde noch zuzulegen und Punkte zu entführen.

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