Schnitzer fordert entschlossene EU-Reaktion auf US-Zollerhöhungen

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats, ruft Europa dazu auf, den jüngsten US-Zolldrohungen mit vereinter und klarer Haltung zu begegnen. Sie warnt zugleich vor den Risiken, die hinter Trumps Forderungen nach einem Verkauf Grönlands an die USA stehen.

heute 16:43 Uhr | 3 mal gelesen

Schnitzer macht es recht unmissverständlich: Europa solle sich von den neuen US-Zöllen nicht einschüchtern lassen – selbst wenn das kurzfristig wirtschaftlichen Schaden bedeutet. Laut ihr steht die europäische Souveränität auf dem Spiel, nicht nur ein paar Handelsabkommen. Interessant übrigens, wie die absurde Idee, Grönland an die USA zu verkaufen, als Druckmittel dient. 'Das geht weit über wirtschaftliche Fragen hinaus, das ist Grenzverschiebung durch Drohgebärden', so Schnitzer. Die deutsche Stahlbranche sieht die Sache ähnlich alarmierend. Kerstin Maria Rippel von der Wirtschaftsvereinigung Stahl spricht von einer bedrohlichen Entwicklung: Schon jetzt drückten 50-Prozent-Zölle auf den Export – im Februar könnten es 60, im Juni gar 75 Prozent werden. Und damit nicht genug, betroffen sind mit den neuen 'Stahlderivaten' auch andere Guter wie Maschinen. Die Folgen? Höhere Ausgaben, ins Wanken geratene Lieferketten und noch weniger Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt. Dass sich hier Frustration breitmacht, überrascht ehrlich gesagt wenig.

Die Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen USA und EU ist mehr als ein wirtschaftliches Problem; es geht, wie Monika Schnitzer betont, um Souveränität und geopolitische Prinzipien. Die von Trump angedrohten Strafzölle – scheinbar gekoppelt an eine kuriose Forderung zum Verkauf Grönlands – setzen die Europäer strategisch wie moralisch unter Druck. Die deutsche Industrie, vor allem die Stahlsparte, fürchtet existenzielle Einbußen, sollte es tatsächlich zu einer massiven Erhöhung der US-Zölle kommen. In den vergangenen 48 Stunden meldeten mehrere Medien, dass EU-Staaten mittlerweile über Gegenmaßnahmen beraten und auch die EU-Kommission eine geschlossene Antwort vorbereitet; Experten warnen jedoch vor einer Eskalation des Konflikts, die globale Lieferketten dauerhaft beschädigen könnte.

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